Breitband für Landwirtschaft - Förderaktion verlängert

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(Foto: Weihbold)
Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 15.04.2021 14:34 Uhr

OÖ/NAARN. Eine schnelle Internetverbindung ist mittlerweile zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge auch im ländlichen Raum. Bei landwirtschaftlichen Betriebe sind aufgrund ihrer dezentralen Lage die Kosten für eine Anbindung ans Glasfasernetz oft höher. Das Land OÖ hat die dazugehörige Förderung bis Ende 2022 verlängert.

„Wie in der restlichen Wirtschaft ist die Verfügbarkeit und der Umgang mit Daten und Informationen auch eine der zentralen Zukunftsfragen in der Landwirtschaft. Unsere starken landwirtschaftlichen Betriebe stehen der Industrie in Sachen Vernetztheit und digitalen Anwendungen um nichts nach. Autonom fahrende Maschinen werden in der Landwirtschaft wohl noch vor dem Einsatz auf den Straßen zur Realität. Um auf diese Entwicklungen vorbereitet zu sein, brauchen wir die Anbindung an das schelle Internet“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, der auch Beispiele wie automatische Melksysteme, ortsunabhängige Steuerung des Stallklimas und GPS-unterstützte Bodenbewirtschaftung als Beispiele nennt, wofür eine gute Anbindung nötig ist.

Corona macht schnelles Internet noch unverzichtbarer

Dass Corona schnelles Internet noch unverzichtbarer macht, zeigt sich bei Hannes Firmberger aus Naarn im Machland im Bezirk Perg. Er bewirtschaftet einen reinen Ackerbau-Betrieb. Dass die Glasfaserverlegung in Naarn in seiner unmittelbaren Umgebung startete, nutzte er gleich für die Anbindung seines Hofes. Von der Grundstücksgrenze wurden teilweise in Eigenleistung rund 30 Laufmeter Kabel verlegt, die anfallenden Kosten von rund 2.000 Euro wurden zur Hälfte vom Land Oberösterreich getragen.

„Der erste Lock-Down hat schnell klargemacht, dass sich meine außerbetriebliche Tätigkeit stark ins Homeoffice verlagert. Dazu kommt noch das Home-Schooling unserer Kinder. Auch für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung, zum Beispiel für die Antragstellung für die Ausgleichszahlungen, benötige ich eine schnelle Internetverbindung. Die Entscheidung ist also schnell gefallen und hat sich auch wirklich bewährt. Die Förderabwicklung mit dem Land OÖ war schnell und problemlos. Die Möglichkeit der diesbezüglichen Förderung sollte aber noch besser kommuniziert werden, damit noch mehr Bäuerinnen und Bauern diese nutzen“, so Hannes Firmberger.

Förderung verlängert

„Das Land OÖ trägt 50 Prozent der Errichtungskosten, maximal 2.000 Euro, um möglichst viele landwirtschaftliche Betriebe ans Glasfasernetz anzubinden. Im Jahr 2020 haben zwölf Förderwerber insgesamt knapp 17.000 Euro an Förderungen erhalten. Die aktuelle Förderausschreibung läuft bis Ende 2022 und ich möchte möglichst viele Bäuerinnen und Bauern dazu motivieren, diese Möglichkeit zu nutzen“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Die Förderung können Bewirtschafter von landwirtschaftlichen Betrieben mit Betriebssitz in Oberösterreich und selbstbewirtschafteten Flächen erhalten. Der Anschluss muss in Glasfasertechnik erfolgen und die Kosten dafür 500 Euro übersteigen. Der Antrag kann bis spätestens 31. Dezember 2022 eingebracht werden.

Alle Infos und Beantragung beim Land OÖ.

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