„Frauenhaus Mühlviertel“ will Standort an Bezirksgrenze finden
PERG/FREISTADT. 14 Frauenmorde seit Jänner in Österreich. Der Bedarf eines Frauenhauses im Unteren Mühlviertel ist dringender denn je. Laut Landesrätin Birgit Gerstorfer läuft die Standortsuche.

Fast jede fünfte Frau in Österreich ist zumindest einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen. Die allgegenwärtige Corona-Pandemie verstärkt die häusliche Gewalt. „Die nächstgelegene Schutzeinrichtung aus dem Bezirk Perg ist das Linzer Frauenhaus. Wir brauchen im Unteren Mühlviertel eine eigene, gut erreichbare Gewaltschutzeinrichtung“, fordert die Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz. Sie ist auch Vorsitzende des neu gegründeten Vereins „Frauenhaus Mühlviertel“. Weitere Mitglieder des Vereins sind neben Schatz auch die Vorsitzende der Frauenberatungsstelle BABSI in Freistadt, Judith Rameseder, Gaby Auinger (Frauenberatung Perg), Barbara Tröls (Sozialplattform Freistadt) und die Perger AMS-Bezirksstellenleiterin, Christa Hochgatterer. „Das Mühlviertel ist nach wie vor ein weißer Fleck in der oberösterreichischen Frauenhaus-Landkarte. Das soll und muss sich ändern“, so Schatz.
Sechs Wohnungen
Politisch verantwortlich für die Umsetzung dieser Forderung ist Oberösterreichs Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer: „Das Mühlviertel wird ein modernes Frauenhaus bekommen. Nun läuft die Suche nach einem Grundstück - idealerweise an der Bezirksgrenze von Freistadt und Perg. Der Baustart könnte bei Erfolg bereits 2022 erfolgen. Weitere Voraussetzungen für das Grundstück sind eine gute Erreichbarkeit, ein Kinderbetreuungsangebot in der Nähe und Arbeitsplätze für einen eventuellen beruflichen Neustart der untergebrachten Frauen.“ Sechs Wohnungen sind geplant.


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27.05.2021 09:49
Frauenhaus Mühlviertel
Beim nächsten Beitrag schreibens doch bitte auch die Adresse in den Artikel, dann hat sich das Projekt aber erübrigt..