Parteien in den Perger Gemeinden zum Klima-Wahlcheck befragt

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Die Klima Allianz OÖ hat die wahlwerbenden Parteien nach ihrer Haltung zu Klimathemen befragt. (Foto: New Africa/Shutterstock.com)
Mag. Melanie Mai Mag. Melanie Mai, Tips Redaktion, 23.06.2021 09:41 Uhr

Bezirk PERG. Anfang Mai startete die Klima Allianz OÖ die Befragungen für den Klima-Wahlcheck 2021. Nun liegen die Ergebnisse vor. So kann sich jeder Wähler selbst davon ein Bild machen, welche Haltung die Parteien in seiner Gemeinde in Klimafragen haben.

Im gemeinnützigen und parteiunabhängigen Verein Klima Allianz OÖ haben sich oö. Klima-, Energie- und Verkehrsinitiativen wie Fridays4Future, Klimavolksbegehren, Verkehrswende Jetzt und andere zusammengeschlossen. Anstatt für das Klima zu demonstrieren, entschieden sich die Aktivisten, die Politiker vor der Wahl im Herbst auf andere Art anzusprechen.

Gretchenfrage: „Wie hältst du es mit den Klimazielen?“

Allen zur Wahl antretenden Parteien in den 438 oö. Gemeinden stellten sie daher die Frage: „Der Klima-Fahrplan auf Bundesebene sieht Klimaneutralität bis 2040 vor. Bereits 2030 soll der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen kommen. Decken sich diese Ziele mit Ihren zukünftigen Zielen in der Gemeindepolitik?“

In 13 weiteren Fragen wurden weitere Maßnahmenschritte in der Gemeinde erkundet. Bei den 1.420 befragten Gemeindepolitikern gab es eine Antwortquote von 51 Prozent. Mit einer großen Mehrheit von 80 Prozent der Antworten wurde das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 auch als Grundlage der Gemeindepolitik unterstützt – quer durch alle Parteien. Erwartungsgemäß war bei den Grünen die Zustimmung mit 95 Prozent am höchsten. Doch auch bei der FPÖ, als Partei mit der niedrigsten Zustimmungsquote, lag diese noch immer bei 62 Prozent, bei der ÖVP und SPÖ bei rund 80 Prozent.

„Klima-Mehrheit“ in vielen Gemeinden

Peter Czermak von Klima Allianz OÖ sieht in den Zahlen Chancen: „In 43 Prozent der Gemeinden gibt es bereits eine Mehrheit, die eine Umsetzung ambitionierter Klimaziele ermöglicht.“ Viele Rückmeldungen würden jedoch zeigen, dass es dafür eine effiziente Unterstützung von Bund und Land brauche. „Die Wissenschaft warnt, dass nur noch ein Zeitfenster von zehn Jahren vorhanden ist, wirksame Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes zu setzen. Speziell das Land OÖ hat seine Ziele und Aktivitäten noch deutlich nachzubessern“, appelliert Czermak.

Rückmeldungen aus Perg

In den 26 Gemeinden des Bezirks Perg gab es unterschiedliche Rückmeldungen. Von allen Ortsparteien in den Gemeinden Pabneukirchen, Perg, Schwertberg, St. Georgen an der Gusen, St. Nikola und Ried in der Riedmark kamen Rückmeldungen zu den 14 Fragen. Keine Antworten auf die gestellten Fragen gab es hingegen von allen Parteien der Gemeinden Bad Kreuzen, Grein, Klam, Münzbach, St. Thomas am Blasenstein und Waldhausen.

13 Gemeinden aus dem Bezirk Perg und damit die Hälfte (Arbing, Katsdorf, Langenstein, Luftenberg, Naarn, Perg, Ried in der Riedmark, Saxen, Schwertberg, St. Georgen am Walde, St. Georgen an der Gusen, St. Nikola, Windhaag) haben sich für die Unterstützung der Klimaneutralität ausgesprochen. Die andere Hälfte stimmte für nein, wovon insgesamt in acht Gemeinden (Bad Kreuzen, Grein, Klam, Mitterkirchen, Münzbach, Rechberg, St. Thomas am Blasenstein und Waldhausen) die Parteien nicht erreicht wurden.

 

 

 

 

 

 

 

Die Detailergebnisse für alle Parteien und Gemeinden gibt es auf: www.klimawahlen.at

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