Perger Handelsleute ziehen eine erste Bilanz zu den 2G-Kontrollen
PERG. Seit genau einer Woche muss im Handel ein 2G-Nachweis kontrolliert werden. Davon ausgenommen sind lediglich jene Geschäfte, die den täglichen Bedarf abdecken. Sonst dürfen nur Geimpfte oder Genesene ein Geschäft betreten. Tips hat sich umgehört, wie die Maßnahmen in Perg angenommen werden.

Während des Tips-Lokalaugenscheins in der Herrenstraße in Perg hat es keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Alle befragten Unternehmer beklagen jedoch, dass relativ wenig los und die Kundenfrequenz rückläufig ist. Beschwerden über die 2G-Kontrollen gibt es jedenfalls laut den Unternehmern wenig. „Grundsätzlich laufen unsere 2G-Kontrollen sehr gut. Die Menschen sind es ja mittlerweile aus vielen anderen Branchen gewohnt. Ausreißer gibt es jedoch immer, aber wir vermitteln den Leuten dann, dass wir lediglich die Ausführer sind und es nicht unsere Idee war. Immerhin drohen uns hohe Strafen bis hin zu einer Gefängnisstrafe“, wie Alfred Pössenberger im Gespräch mit Tips-Redakteurin Melanie Mai betont. Laut ihm kommen Beschwerden über die Kontrolle aber nur sehr wenig vor: „Der Großteil unserer Kunden zeigt sich verständnisvoll.“
Wenig Frequenz auf der Herrenstraße
Das gleiche Bild zeigt sich ein paar Geschäfte weiter beim Esprit in Perg. „Unsere Kunden verhalten sich erfreulicherweise sehr vorbildhaft. Fast alle zücken, ohne sie darauf aufmerksam machen zu müssen, gleich im Eingangsbereich den 2G-Nachweis. Viele sagen auch, dass sie die genauen Kontrollen gut finden“, sagt Filialleiterin Karin Keplinger. Ähnlich sieht das auch Germana Dinghofer von La Copine: „Handel haben wir bisher keine Probleme. Die meiste Zeit zeigen die Kunden ihren Impfnachweis von sich aus her, bevor wir sie überhaupt auffordern. Beschimpft hat uns noch keiner, aber wir haben auch ein sehr nettes Klientel. Schade ist allerdings die allgemein wenige Frequenz in der Herrenstraße.“ Der Tatsache, dass in der Stadt Perg weniger los ist als sonst, pflichtet auch Geschäftsführerin Priska Reiter von Toys & More zu: „Viele zeigen ihren Impfnachweis freiwillig her und wir kontrollieren natürlich spätestens an der Kassa beim Bezahlvorgang. Die Kunden akzeptieren das auch. Click & Collect, bei dem man keinen Impfnachweis braucht, haben wir wenig. In unserem Geschäft muss man stöbern. Und wie gewohnt im Jänner ist auch heuer allgemein wenig los.“
Optiker keine Kontrollpflicht
„Wir Optiker müssen keine Nachweise kontrollieren. Wir bemühen uns, mit Disziplin, in Form der FFP2-Maske, Normalität in das Geschäft zu bringen, damit sich alle wohlfühlen - Kunden, wie Angestellte. Wir haben auch eine gute Kunden-Frequenz – wenn ich aber aus dem Fenster sehe, bemerke ich schon, dass auf der Herrenstraße leider sehr wenig los ist“, sagt Manfred Kroboth über die neueren Maßnahmen.


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