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ÖGB Perg macht mit Verteilaktion auf Versäumnisse in der Elementarpädagogik aufmerksam

Mag. Melanie Mai, 26.01.2022 11:23

BEZIRK PERG. Die große Belastung des Personals in Kindergärten, Krabbelstuben und Horten ist seit Längerem im Fokus der Gewerkschaft. Anlässlich des Tages der Elementarpädagogik, der am 24. Jänner stattfand, machte der ÖGB-Perg gemeinsam mit den Gewerkschaften GPA und Younion bei Verteilaktionen vor Kindergärten im Bezirk auf die Probleme in elementarpädagogischen Einrichtungen aufmerksam. 

ÖGB Perg Regionalsekretär Pachner und Organisationsassistentin Michaela Traxler bei der Verteilaktion vor dem Caritas Kindergarten St. Georgen an der Gusen. (Foto: ÖGB Perg)

„Es ist an der Zeit, dass die Beschäftigten nicht nur gehört, sondern mit ihren Anliegen auch ernst genommen werden“, sagt Regionalsekretär Klaus Pachner. „Es muss sich schleunigst etwas ändern, denn immer mehr Kollegen in den Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen denken ans Aufhören.“

Die Gewerkschaften sind sich einig: Die Attraktivität dieses wichtigen und verantwortungsvollen Berufs müsse dringend gesteigert werden. „Wir brauchen kleinere Gruppen, um auch wirklich auf die Kinder und ihre Bedürfnisse eingehen zu können“, betont Pachner. Dazu brauche es mehr Personal und Zeit für Organisations-, Vorbereitungs- und Leitungsarbeiten. „Wir fordern außerdem eine der hohen Verantwortung angemessene Bezahlung aller Berufsgruppen in den Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen.“

 Unterschriften übergeben

Deshalb informierten die Gewerkschafter aus dem Bezirk Perg Eltern vor den Kindergärten über diese Forderungen und sammeln Unterschriften zur Unterstützung. Die Gewerkschaften GPA und Younion übergaben am Abend des 24. Jänner in Linz die Petition mit diesen Forderungen der zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreterin, Christine Haberlander. „Es ist höchste Zeit für Verbesserungen. Wenn die Politik nicht sofort handelt, kann in vielen Einrichtungen nur mehr ein Notbetrieb aufrechterhalten werden!“, stellt Pachner klar.


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