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PERG. Im Sommer hat die Frauenberatung Perg das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ gestartet. Nun sollen in Perger Stadtteilen Multiplikatorinnen gefunden werden, die sich in der Bewusstseinsbildung engagieren.

Frauenberatungsvorsitzende Gerti Jahn, Projektkoordinatorin Elisabeth Glawitsch und Heidi Wabro (Frauenberatung Perg) (Foto: mip)

Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sondern eine Menschenrechtsverletzung, die uns alle angeht. „Bei uns war das seit Gründung der Frauenberatung immer ein großes Thema. Aber zwei Drittel der Frauen gehen zu keiner Beratungsstelle und auch nicht zur Polizei“, erklärt Heidi Wabro von der Frauenberatung Perg. Dabei ist das Zuhause der gefährlichste Ort für Frauen, betonen Wabro und Frauenberatungsvorsitzende Gerti Jahn. Als dritter Bezirk in Oberösterreich nimmt Perg nun am Projekt „StoP“ teil, welches bei der Förderung der Zivilcourage ansetzt und ein stärkeres Bewusstsein bei den Nachbarn fördern soll. „Wir alle sind Nachbarinnen“, erklärt Elisabeth Glawitsch, die das Projekt koordiniert. „Wir alle können was tun. Gewalt kommt in allen Schichten vor, man kann nicht sagen: Bei uns gibt es das nicht.“

Haustürgespräche undFrauenstammtische geplant

Das Projekt soll also einen „Klimawandel“ in der Gesellschaft herbeiführen. Erreichen möchte man das mit persönlichen Gesprächen mit den Leuten. Es sollen in ausgewählten Stadtteilen in Perg auch Haustürgespräche geführt werden und dann zu Frauenstammtischen eingeladen werden. „An den Zahlen, dass jede fünfte Frau von Gewalt betroffen ist, ändert sich seit Jahren nichts. Wir müssen also zu den Leuten rausgehen“, ist Gerti Jahn überzeugt vom neuen Konzept, welches auf das Miteinbinden der Gesellschaft durch aktives Zugehen setzt. Gestartet wird in Perg mit einer Auftaktveranstaltung am 24. November um 16 Uhr im Pfarrheim. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Sozialministeriums und des Sozialhilfeverbandes Perg.


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