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MAUTHAUSEN. Seit August 2025 schreiten die Arbeiten an der Donaubrücke Mauthausen planmäßig voran. Insgesamt werden vier Strompfeiler, drei Vorlandpfeiler sowie die beiden Widerlager ertüchtigt, um den Austausch des Tragwerks der Straßenbrücke zu ermöglichen.

  1 / 2   Die Arbeiten an der Donaubrücke Mauthausen schreiten planmäßig voran, mit wichtigen Meilensteinen bei der Verstärkung der Brückenpfeiler. (Foto: ÖBB/Pointner)

Nach rund einem Jahr Bauzeit ziehen die ÖBB Bilanz: Erfolgreich verstärkt wurden bereits drei Vorlandpfeiler sowie die beiden Widerlager auf niederösterreichischer und oberösterreichischer Seite. Damit sind die Arbeiten an Land abgeschlossen. Auch bei den Arbeiten an den Pfeilern im Flussbett wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht: An zwei der insgesamt vier Strompfeiler konnten die Arbeiten Mitte 2026 abgeschlossen werden.

Der dritte Strompfeiler wird derzeit verstärkt und soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Die ÖBB schaffen damit die Grundlage für den Tragwerkstausch der Straßenbrücke, der im Jahr 2028 durch die Länder OÖ und NÖ durchgeführt wird.

„Die planmäßige Fertigstellung der bisherigen Arbeiten ist ein erfreuliches Zeichen für den Fortschritt bei der Pfeilerverstärkung an der Donaubrücke Mauthausen. Mit der Umsetzung dieser technisch und logistisch anspruchsvollen Maßnahmen leisten wir einen gezielten Beitrag zu einer leistungsfähigen Bahn- und Straßeninfrastruktur zwischen Oberösterreich und Niederösterreich“, so Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.

Wichtige Verbindung zwischen Ober- und Niederösterreich 

„Der planmäßige Baufortschritt bei der Pfeilerverstärkung ist ein starkes Signal für die Sicherung dieser wichtigen Verbindung zwischen Oberösterreich und Niederösterreich. Die Donaubrücke Mauthausen ist für die Menschen und die Wirtschaft in der Region unverzichtbar. Umso wichtiger sind die Pfeilerverstärkung und der anschließende Tragwerkstausch“, so Oberösterreichs Landesrat für Infrastruktur, Günther Steinkellner.

„Die Sanierung der Donaubrücke Mauthausen bedeutet die Sicherung einer zentralen Lebensader für die Region. Dass die Arbeiten zur Ertüchtigung der Pfeiler so gut voranschreiten, bringt uns Schritt für Schritt dem Tragwerkstausch und damit einer leistungsfähigen und sicheren Verbindung für die kommenden Jahrzehnte näher“, bekräftigt Landeshauptfrau-Stellvertreter und Niederösterreichs Verkehrslandesrat Udo Landbauer.

Große Dimensionen, präzise Arbeit

Die Pfeilerverstärkung der Donaubrücke Mauthausen erfolgt an Land und im Wasser in beeindruckenden Größenordnungen. Zur Bodenverfestigung wurden mittels Düsenstrahlverfahren – einem Verfahren, bei dem Boden und Bindemittel unter hohem Druck vermischt und verfestigt werden – mehr als 6.600 Kubikmeter Suspension eingebracht. Darüber hinaus wurden bislang rund 4.000 Kubikmeter Beton verarbeitet und knapp 600 Tonnen Bewehrungsstahl zur Verlängerung und Verbreiterung der Pfeiler verbaut.

Besonders herausfordernd sind die Arbeiten an den Pfeilern in der Donau selbst: Baumaschinen und Materialien werden über eine mit dem Ufer verbundene Arbeitsplattform zu den Pfeilern im Wasser transportiert. Der jeweilige Arbeitsbereich wird anschließend mithilfe sogenannter Spundwände – ineinandergreifender Stahlprofile, die eine dichte Wand bilden – trockengelegt. Die Bauarbeiten an den Brückenpfeilern erfordern somit sowohl an Land als auch im Wasser ein hohes Maß an technischem und logistischem Geschick.

Nächste Schritte an den Strompfeilern

Derzeit wird der dritte von insgesamt vier Strompfeilern verstärkt. Mithilfe eines Spundwandkastens wird der Arbeitsbereich im Flussbett trockengelegt, sodass der Pfeiler verstärkt und im Boden verankert werden kann. Anfang 2027 starten diese umfangreichen Arbeiten auch am vierten und letzten Strompfeiler. Dessen Fertigstellung ist bis 2028 geplant.

Tragwerkstausch in Vorbereitung

Damit die Donaubrücke Mauthausen auch in Zukunft als zentrale Verkehrsverbindung zwischen Ober- und Niederösterreich bestehen bleibt, muss die Straßenbrücke erneuert werden. Parallel zu den Arbeiten der ÖBB laufen die Vorbereitungen der beiden Bundesländer für den Tragwerkstausch der Straßenbrücke im Jahr 2028. Der Bauauftrag wurde vor dem Sommer vergeben. Aktuell laufen umfassende Vorbereitungsmaßnahmen, damit die Arbeiten noch im Herbst beginnen können.


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