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Wie Klimawandel und Energiekrise die Wirtschaft treffen: Günther Mayr erklärt

Online Redaktion, 16.02.2023 18:19

PERG. Günther Mayr, Chef der ORF-Wissenschaftsredaktion, war am vergangenen Montag in der Wirtschaftskammer Perg zu Gast und hielt einen Vortrag zum Thema „Green Deal. Wie treffen Klimawandel & Energiekrise die Wirtschaft?“.

Klaus Drabek (Raiffeisenbank Bezirk Perg), Günther Mayr und WK-Bezirksobmann Wolfgang Wimmer (Foto: Petra Kragl)

Technologischer Wandel, geopolitische Konflikte und vor allem der Klimawandel sowie die aktuelle Energiekrise verändern laufend und nachhaltig die Rahmenbedingungen für die Unternehmen. Günther Mayr, Leiter der ORF-Wissenschaftsredaktion und vielen bekannt als „Corona-Erklärer der Nation“ im Fernsehen, führte in seinem Vortrag am Montag, 13. Februar, die wichtigsten Begriffe rund um den Klimawandel und die Energiekrise für Unternehmerinnen und Unternehmer aus und zeigte die kommenden Herausforderungen für die Wirtschaft auf. Durchgeführt wurde die Veranstaltung in Kooperation mit der Raiffeisenlandesbank OÖ.

„Rohstoff- und Energiepreise, Versorgungssicherheit und Klimawandel sind überlebenswichtige Themen für die Betriebe, bedeuten aber auch Chancen. Mit einem Mix aus aktiver Interessenvertretung, einem breiten Beratungs- und Informationsangebot und konkreter Förderung stehen wir den Unternehmern zur Seite“, so der WKOÖ-Bezirksobmann Dir. KommR Wolfgang Wimmer. „Mit dem Vortrag von Günther Mayr wollten wir zur Bewusstseinsbildung beitragen.“

Kritische Jugend fordert Maßnahmen

„Wir haben nur diesen einen Planeten. Und wir haben es in der Hand, denn wir haben auch die Werkzeuge dazu. Die Jugend fordert es nicht nur ein, sondern wird es auch bei der Wahl des Arbeitsplatzes berücksichtigen“, war sein Resümee. Davor spannte er einen Bogen vom Treibhauseffekt über Temperaturanstieg bis zu den schmelzenden Gletschern samt den Auswirkungen.

„Viele Pläne und Vorgaben der Politik zur Lösung der Probleme sind leider nicht fertig gedacht“, sagte Mayr ganz klar. Ins selbe Horn stießen Unternehmer mit ihren Statements zu dem Thema. Baumeister Karl Fürholzer zeigte beispielsweise auf, dass beim Kanalbau der abgetragene Humus auf einer Deponie teuer entsorgt werden und dann zum Zuschütten wieder anderes Material herbeigeschafft werden muss. Dabei entsteht durch die unnötigen Transporte CO2-Ausstoß, weil das Aushubmaterial nicht vor Ort zwischengelagert werden darf.

Enorme Zusatzkosten für Unternehmen vs. Energieversorger mit Rekordgewinnen

Während viele Unternehmen dadurch zum Teil enorme Zusatzkosten haben, machen Energie-Unternehmen gerade Rekordgewinne. So erzielten im vergangenen Jahr Shell 41,6, Exxon 55,7 und Chevron 36,5 Milliarden Dollar Jahresgewinn. Ein weiteres Problem sei, dass sich manche Länder nicht um die Umwelt kümmern. So wurde unter dem früheren Präsidenten Jair Bolsonaro in Brasilien eine Fläche so groß wie die Steiermark gerodet. Es sei also höchste Zeit, global zu denken.

 


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