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SCHWERTBERG. Im geschichtsträchtigen Lichtenwagnerhaus fand der Marie-Empfang der Perger SP-Bezirksfrauen statt. Die gleichnamige Auszeichnung ging heuer an Anna Hackl.

Evelyn Krückl mit Anna Hackl, Gaby Auinger, Renate Heitz (Frauenvorsitzender SPÖ OÖ) und Birgit Gerstorfer (Vorsitzende des OÖ. Pensionistenverbands), v. l., bei der Übergabe der Auszeichnung (Foto: SPÖ Bezirk Perg)

Den alljährlichen Empfang zum internationalen Frauentag nützen die SP-Frauen, um Geschlechtsgenossinnen für ihre Verdienste mit der „Marie-“Anerkennungsurkunde auszuzeichnen. Heuer ging die „Marie“ an Anna Hackl aus Schwertberg wegen ihres unermüdlichen Engagements, ihre Familiengeschichte an spätere Generationen weiterzugeben. Hackls Familie hatte bekanntlich 1945 zwei aus dem KZ Mauthausen geflohene Häftlinge versteckt und ihnen so das Leben gerettet. „Anna Hackl zeigt unverblümt auf, mit welchen Gefahren man beim Leisten von Widerstand unter dem NS-Regime konfrontiert war und was es bedeutet, sein eigenes Leben für andere aufs Spiel zu setzen. Vor allem richtete sich ihr Appell aber an die Jugend, darauf zu achten, dass dies nie wieder passieren darf und fordert uns alle auf, wachsam zu sein“, hieß es in der Laudatio.

Sabine Schatz war im Parlament

Überreicht wurde der Preis von der stellvertretenden Bezirksfrauenvorsitzenden Gaby Auinger. Bezirksvorsitzende Sabine Schatz, die die Veranstaltung mit Evelyn Krückl (SPÖ-Frauenvorsitzende von Schwertberg) organisiert hatte, konnte selbst an der Veranstaltung gar nicht teilnehmen. Die Nationalratsabgeordnete war aufgrund der Sondersitzung zur Regierungserklärung im Parlament in Wien unabkömmlich. Schatz wird übrigens stellvertretende Klubvorsitzende des SPÖ-Parlamentsklubs und übernimmt zusätzlich zur Erinnerungskultur die Frauenagenden.

Im Vorfeld des „Marie“-Abends hatten die Schwertberger SPÖ Frauen einen Vortrag mit intensiven Gesprächen zum Thema „Frauen in und um das KZ Mauthausen“ organisiert. Referentin war Frauke Umdasch, Mitarbeiterin des Memorials Mauthausen. Sie hat sich sehr lange mit Frauengeschichten aus allen Blickwinkeln auseinandergesetzt und hält in der Gedenkstätte vor Ort Rundgänge dazu.

Es war ein wunderbarer Marie-Empfang 2025, der alles umfasste; von furchtbar traurigen, brutalen Erzählungen und Gedanken bis hin zu geselligem Lachen und Wissensaustausch, von Erfahrungen aus unterschiedlichen Erlebnissen bis hin zu gemeinsamen Essen und Trinken, von Frauen, die um das Leben anderer und ihr eigenes gekämpft haben, bis hin zur jungen Generation, die kämpft für ein „Nie wieder“.

Namensgeberin für die Auszeichnung „Marie“ist Marie Beutlmayr, OÖs erste Landtagsabgeordnete, Bundesrätin und Kämpferin für die Arbeiterinnen und Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts.

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