Saxener Unternehmen Gasokol stellt Sanierungsantrag
SAXEN. Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens hat der in Saxen ansässige Betrieb Gasokol beim Landesgericht Linz gestellt. Wie Gläubigerschutzverbände berichten, ist das Unternehmen insolvent und weist Passiva in Höhe von 2,6 Millionen Euro auf.

Die Gasokol aus Saxen, deren Haupteigentümer die Gattringer Holding ist, produziert Solarthermie-Kollektoren und plant entsprechende Anlagen. Bedient werden dabei die Bereiche Wohnbau, Landwirtschaft, Wärmenetze sowie ausgewählte Industrieanwendungen. Über die Insolvenz informierten am Mittwoch die Gläubigerschützer der Creditreform, des Kreditschutzverbands von 1870 und des Alpenländischen Kreditorenverbands.
Geschäftsentwicklung ab 2022 schwierig
Das Unternehmen wurde im Jahr 1981 gegründet und beschäftigt derzeit 17 Dienstnehmer. Über viele Jahre hinweg wurde positiv gewirtschaftet, nach 2022 trübte sich die Geschäftsentwicklung jedoch ein. Als Ursache gilt das schwierige Marktumfeld: Kunden hielten sich bei Investitionen zurück, zudem wurden Aufträge häufig verschoben.
Gespräche mit Investoren gescheitert
Die Geschäftsführung reagierte mit Personalabbau und führte Gespräche mit potenziellen Investoren. Diese scheiterten jedoch schlussendlich, wodurch sich die finanzielle Lage weiter verschärfte und schließlich zur Antragstellung führte.
Fortführung des Unternehmens geplant
Den von der Insolvenz betroffenen Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten. Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Für das laufende Jahr ist vorgesehen, bestehende Projekte abzuwickeln. Zudem werden neue Aufträge erwartet, darunter möglicherweise auch ein größeres Projekt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden