Jugendzentrum im alten Bauhof
PETTENBACH. Über den Hallen, wo einst der Bauhof seinen Fuhrpark hatte, trifft sich heute die Jugend des Orts – und das seit mittlerweile knapp 20 Jahren.

Freitag, früher Abend. Eine Handvoll Jugendlicher sitzt auf der hellbraunen Kunstledercouch, unterhält sich. Zwei spielen Billard – Anna und Emma. Seit gut einem Jahr kommen die beiden Schülerinnen fast jeden Freitag ins Jugendzentrum, manchmal auch samstags. Weil sie hier viele ihrer Freunde treffen, wie sie sagen.
Eigeninitiative der Jugend
Einen Treffpunkt für Junge zu schaffen, das war vor fast 20 Jahren der Beweggrund, der zahlreiche Jugendliche aus der Gegend dazu brachte, sich mit Gemeindepolitikern und interessierten Erwachsenen zusammenzusetzen und über die Errichtung eines Jugendzentrums im alten Bauhof der Gemeinde zu beratschlagen. Daraus gründete sich der Verein Jugendzentrum Bauhof, der das Juz, das 2001 eröffnete wurde, bis heute führt. Obfrau des Vereins ist derzeit Andrea Nusko. Die Inzersdorferin war vier Jahre lang selbst Betreuerin im Juz, heute kümmert sie sich ehrenamtlich um das vierköpfige Team, das Donnerstag bis Samstag für die Jugendlichen da ist.
Begegnung auf Augenhöhe
Zu diesem gehört auch Sandra Geyerhofer. Die Sozialpädagogin aus der Gschwandt ist seit März im Juz. Ihr ist es wichtig, den Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen. Es gehe nicht darum, maßzuregeln, sondern bei Problemen mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, so Geyerhofer. Was ihr an der Arbeit besonders gefällt: Dass im Juz unterschiedliche Altersgruppen voneinander lernen können: „Ich bin Generation Facebook, mit Instagram kenn ich mich nicht aus. Das hab ich mir im Juz dann von den Jugendlichen zeigen lassen.“


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