Peuerbacher überzeugte mit innovativer Masterarbeit
PEUERBACH/WELS. Vor 300 Gästen wurde im Minoritenkloster der „Innovation-Award Fachhochschule (FH) Wels“ vergeben. Mit dem vom FH-Förderverein Wels gestifteten Preis wurden zum 13. Mal Diplom- und Masterarbeiten, die konkrete industrielle Problemstellungen mit besonders innovativen Ideen lösen, ausgezeichnet. Der aus Peuerbach stammende Christian Ecker gewann den Award in der Kategorie Wirtschaft und Innovation mit einem umfassenden Dienstleistungskonzept für Maschinenbau-Unternehmen.

In der Masterarbeit unter dem Titel „Servitization: Strategischer Wandel in Richtung Bereitstellung von hybriden Leistungspaketen“ befasst sich Ecker mit der Problemstellung, dass im Maschinenbau der Wettbewerbsdruck auf die produzierenden Unternehmen wächst und das Wettbewerbsumfeld gekennzeichnet von steigendem Kostendruck und Verdrängung am Markt ist. Diese Rahmenbedingungen hätten viele Unternehmen im Maschinenbau dazu bewegt, sich mit produktbegleitenden Dienstleistungen auseinanderzusetzen. Diese gehen bewusst über das klassische Ersatzteilgeschäft, Wartungsverträge oder Reparaturen hinaus, um sich vom Mitbewerb abzuheben. In der Literatur wird dieser strategische Wandel als „Servitization“ bezeichnet. „Das neue an meiner Arbeit ist, dass detaillierte Einblicke über den strategischen Wandel vom rein produktorientierten Produzenten hin zum Gesamtlösungsanbieter gegeben werden. Genauer gesagt, konnten in Summe 14 zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert werden, die diesen strategischen Wandel begünstigen oder notwendige Rahmenbedingungen darstellen. Des Weiteren wurden in einer Fallbeispielanalyse Grundtypen von industriellen Dienstleistungen abgeleitet, welche aktuell in der produzierenden Industrie angeboten werden. Anhand dieses Katalogs kann ein Abgleich durchgeführt werden, in welchem Ausmaß das eigene DL-Portfolio das „Spektrum“ an industriellen Dienstleistungen abdeckt“, erklärt Christian Ecker. Auf Basis der identifizierten Erfolgsfaktoren kann jedes Produktionsunternehmen prüfen, wie es im eigenen Unternehmen um die erfolgsrelevanten Rahmenbedingungen für die Erhöhung der Dienstleistungsorientierung bestellt ist und welche Maßnahmen gesetzt werden können.


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