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PICHL BEI WELS. Die knapp 3000-Seelen-Gemeinde hat eine neue Bürgermeisterin. Gabriele Aicher von der ÖVP wurde in einer Sondersitzung des Gemeinderates in ihr Amt gewählt.

Gabriele Aicher von der ÖVP ist neue Bürgermeisterin von Pichl. Foto: ÖVP
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In der Nachwahl zum Bürgermeister von Pichl trat Vizebürgermeisterin Gabriele Aicher (ÖVP) gegen Roland Rampetsreiter (SPÖ) an. Aicher erhielt im ersten Wahldurchgang 16 Stimmen, Rampetsreiter erhielt neun Stimmen.

Neuer ÖVP-Vizebürgermeister wird der bisherige Gemeindevorstand Gerhard Seemann. In den Gemeindevorstand rückt Verena Strasser nach, die seit 2015 der ÖVP-Gemeinderatsfraktion angehört. Neu im Gemeinderat ist das bisherige Ersatzmitglied Martin Mayr. Gemeindevorstand Josef Maler ist neuer ÖVP-Fraktionsobmann.

Margarete Aumayr-Feitzlmair lobte Bürgermeisterin und Vizebürgermeister an.

Mehrere Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik

Die 40-jährige Gabriele Aicher gehört seit 2009 dem Gemeinderat an, seit 2012 war sie Vizebürgermeisterin, seit 2015 auch Gemeindeparteiobfrau. In ihrer Funktion als Bürgermeisterin trat sie nun die Nachfolge von Johann Doppelbauer an.

In ihrer Antrittsrede hob Aicher ihr Vorhaben hervor, die Gemeindeverwaltung noch mehr zu einem Dienstleistungsbetrieb für die Bevölkerung zu machen. Auch der konsequente Glasfaserausbau im gesamten Gemeindegebiet ist ihr ein Anliegen. Ein wichtiges Zukunftsprojekt in Pichl ist für sie die Notwasserversorgung und die Schaffung zusätzlicher Wasserversorgungsmöglichkeiten. Aicher betonte, mit allen im Gemeinderat vertretenen Parteien konstruktiv zusammenarbeiten zu wollen.

Der 49-jährige Roland Rampetsreiter ist seit 2009 für die SPÖ im Gemeinderat. Er hat sich schon 2015 der Wahl zum Bürgermeister gestellt und ist damals Johann Doppelbauer unterlegen (28,82 zu 71,18 Prozent).

Nachwahl nach Gerichtsurteil

Die Bürgermeister-Nachwahl war notwendig geworden, nachdem Langzeit-Bürgermeister Johann Doppelbauer aufgrund eines Gerichtsurteils sein Amt verloren hat. Doppelbauer ist Mitte Jänner des Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen worden. Er hat die Anschlusspflicht bei Wasser und Kanal nicht ausreichend vollzogen, sich aber nicht selber bereichert. Den Schaden von 41.000 Euro, der der Gemeinde entstanden ist, hat er aus eigener Tasche wieder gut gemacht. Ein Strafausmaß von mehr als 15 Monaten hat aber einen Amtsverlust zur Folge. Er war seit Juni 1993 Bürgermeister von Pichl.

Verteilung der Gemeinderatsmandate

Im Gemeinderat von Pichl hat keine Partei die Mehrheit. Die ÖVP hat zwölf Mandate, auf die FPÖ entfallen sechs Mandate, die SPÖ hat vier Mandate, die Grünen sind mit zwei Personen im Gemeinderat vertreten und „Die Weißen“ haben einen Sitz. Für die Wahl des Bürgermeisters sind 13 der 25 Stimmen notwendig.


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