Ausgezeichnet: Solidaritätspreis für Verein „Lesewelt“
PINSDORF. Der Verein „Lesewelt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Brücke zwischen den gehörlosen Menschen der Lebenswelt Pinsdorf und den Pinsdorfer Volksschulkindern zu schlagen. Nun gab es dafür den Solidaritätspreis der oö. Kirchenzeitung.

134 Einzelpersonen, Projekte und Vereine hatten sich beworben, zehn Preise wurden vergeben, darunter einer an den Pinsdorfer Verein Lebenswelt. Dieser will einerseits Kontakt zwischen gehörlosen und den hörenden Menschen schaffen und andererseits die Lese- und Sprachkompetenz der Kinder fördern.
Zwei gemeinsame Bücher für hörende und gehörlose Kinder entstanden
Ausgangspunkt für das Projekt war die Ansiedlung der „Lebenswelt“, einer Einrichtung für gehörlose und taubblinde Menschen mit zusätzlichen Beeinträchtigungen, in Pinsdorf. Nach ersten Kontakten zur Volksschule und gemeinsamen Projekten erhielten die Kinder die Möglichkeit, die Gebärdensprache zu erlernen. Schließlich entstand die Idee, gemeinsam ein Bilderbuch in Schrift- und Gebärdensprache zu gestalten, indem ein hörendes und ein gehörloses Fantasiewesen ein packendes Abenteuer erleben. Als Herausgeber fungierte der dafür eigens gegründete Verein Lesewelt Pinsdorf.
Fantasievoll gestalteter „Freundeweg“
Mittlerweile entstand aus der Zusammenarbeit bereits ein zweites Bilderbuch sowie der künstlerisch gestaltete „Freundeweg“, der von Schülern, Kindergartenkindern und Lebenswelt-Kunden jährlich erweitert wird: So hängen entlang des Weges, der die drei Einrichtungen verbindet, seit heuer Glaselemente, die gemeinsam mit dem Künstler Christian Koller entstanden sind. Das 2000 Euro „schwere“ Preisgeld des Solidaritätspreises soll ebenfalls für diese Arbeit verwendet werden, kündigt Lesewelt-Obmann Peter Kaiser an.


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