Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

PÖCHLARN. Seit mehr als zwei Jahren leitet Franz Heisler die Geschicke der Stadtgemeinde. Im Tips-Interview kündigt der Bürgermeister ein ausgeglichenes Budget an, klärt über die Zukunftsaussichten des Stadtbades auf und freut sich auf ein großes Jubiläum im kommenden Jahr.

Pöchlarns Bürgermeister Franz Heisler im Tips-Interview.
  1 / 3   Pöchlarns Bürgermeister Franz Heisler im Tips-Interview.

Tips: Ist die Budgetsituation in Pöchlarn ähnlich angespannt wie in anderen Städten?

Heisler: Wir haben aufgrund unserer hohen Kommunalsteuereinnahmen das Glück, dass wir im ordentlichen Haushalt ausgeglichen bilanzieren können. Im außerordentlichen Haushalt haben wir 2017 einige große Projekte wie die Anschaffung eines Feuerwehrautos, für die wir Kredite in der Höhe von 500.000 Euro aufnehmen werden. Da wir aber 800.000 zurückzahlen werden, wird sich der Schuldenstand der Stadtgemeinde insgesamt reduzieren.

Tips: Das Stadtbad produziert ein Minus von 120.000 Euro pro Jahr. Wird es geschlossen oder saniert?

Heisler: Unser Bad ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den modernen Standards. Es wird momentan in zwei Ausschüssen, im Finanz- und im Badausschuss, alles überdacht und durchgerechnet. Wir werden probieren, über die Kleinregion eine Finanzierungsmöglichkeit aufzustellen. Momentan sind aber alle Möglichkeiten denkbar.

Tips: Die Löcher in den Häuserfronten in der Altstadt sorgen seit Jahren für Ärger. Wird dagegen nun endlich etwas unternommen?

Heisler: Es gibt Gespräche für eine baldige Lösung. Leider ist die Situation schwierig. Ein Restaurant wie ursprünglich geplant wird wahrscheinlich nicht kommen. Die Wand beim Kaffeehaus Müller ist bauverhandelt. Herr Müller will laut eigenen Aussagen im Frühjahr 2017 mit der Sanierung beginnen.

Tips: Im Wohnbereich wird rundum gebaut und geplant. Von welchen Projekten können Sie berichten?

Heisler: Am vergangenen Montag wurden in der Regensburgerstraße 33 Wohnungen und drei Geschäfte eröffnet. Im kommenden Jahr wird das Einkaufszentrum Prauchner erweitert, da wird es auch eine neue Zufahrt geben. Und im Wohngebiet in der Plesserstraße sind schon drei Häuser mit 48 Wohneinheiten bauverhandelt. Mit 16 davon wurde schon begonnen. Die Fertigstellung der Begegnungszone ist für 9. Dezember geplant.

Tips: Im Musikschulwesen gibt es ab dem kommenden Jahr einen Verband in der Kleinregion und mit Ybbs. Ist mit einer Leistungskürzung zu rechnen?

Heisler: Ganz im Gegenteil, es wird ab Herbst 2017 ein breiteres Angebot geben. Seltenere Instrumente, wie zum Beispiel die Harfe, können durch den Verband eventuell angeboten werden. Die Standorte der Musikschule bleiben auch gleich. Es kann nur sein, dass die Musikschüler zu anderen Standorten kommen müssen. Wir haben uns beim Verband Alpenvorland umgehört, dort sieht man die Zusammenarbeit grundsätzlich sehr positiv.

Tips: Im kommenden Jahr feiert die Stadtgemeinde ihr 750-jähriges Jubiläum. Wie weit sind die Planungen vorangeschritten?

Heisler: Wir sind derzeit in den Grobplanungen und müssen dem Ganzen noch den Feinschliff verleihen. Die Hauptwoche wird von 10. bis 18. Juni 2017 stattfinden. Es wird aber jedenfalls einen Jubiläumswein und ein Jubiläumsbier geben. Der fertige Kalender für das Jubiläumsjahr wird am 27. Jänner präsentiert.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden