Maynau: „Wir müssen zeigen, dass wir für unser Publikum da sind“

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Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 22.05.2020 10:07 Uhr

PREGARTEN. Der Unmut in der Kulturszene wurde in den vergangenen Wochen immer lauter. Veranstalter und Künstler fühlten sich im Stich gelassen. Ab Ende Mai soll es nun die ersten Lockerungen geben. Bruckmühle-Chef Richard Maynau sieht für die Branche Licht am Ende des Tunnels.

„Wenn man die Branche im Gesamten betrachtet, dann verstehe ich die Mutlosigkeit schon. Sommertheater wurden großteils alle abgesagt. Auch unsere Eigenproduktionen haben wir auf Eis gelegt“, so Maynau im Tips-Gespräch. Dass es aber ab 29. Mai die ersten Lockerungen für Veranstaltungen bis 100 Personen geben soll, diese ab Juli auf 250 und ab August dann sogar auf 500 ausgeweitet werden, sieht der Geschäftsführer des beliebten Kulturhauses in Pregarten positiv: „Das ist zumindest mal eine Ansage. Scheinbar hat die Politik doch noch was übrig für die Kultur.“

Bruckmühle soll bald wieder öffnen

Während manche Kulturbetriebe auch am Wochenende nach der Verkündung der geplanten Lockerungen noch Veranstaltungen abgesagt haben, tüfteln Maynau und sein Team schon an einem Programm für den Sommer: „Ich weiß, dass viele Kollegen anderer Ansicht sind, aber ich möchte den Spielbetrieb möglichst bald wieder starten. Wir müssen ein Signal senden, dass die Kultur auch weiter existieren wird und unser Publikum bei Stange halten.“ Jetzt müsse man abwarten, welche Maßnahmen zu setzen sind und wie man den Betrieb dann anlegen kann. Am 25. Mai sollen dazu die Regieanweisungen der Regierung folgen.

„Haben Kulturauftrag“

„Wir müssen schauen, welche Formate machbar sind, Ideen gibt es bereits genug. Ich glaube aber auch, dass es nicht leicht sein wird, Karten zu verkaufen, hoffentlich irre ich mich da.“ Infos zum Ersatzprogramm soll es geben, sobald alle Rahmenbedingen feststehen. „Wir werden schon eine Möglichkeit finden, wir wir uns durchwurschteln. Umso mehr wir uns zurückziehen, desto mehr zieht sich auch das Publikum zurück“, so Maynau überzeugt. „Es gibt einen Auftrag für Regional- und Kulturentwicklung und dem wollen wir auch möglich bald wieder nachkommen.“

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