Leserbrief: Hochwasserschutz - das ist möglich, wenn alle an einem Strang ziehen
PREGARTEN. Was in Sachen Hochwasserschutz alles möglich ist, wenn die Betroffenen an einem Strang ziehen, betont Friedrich Robeischl in einem Leserbrief für die Initiative für ökologischen und nachhaltigen Hochwasserschutz (www.initiative-aist.at)

Jüngst berichteten Medien, dass Schwertberg sein Hochwasserschutz-(HWS)Konzept umsetzen kann. Diesmal geht es nicht um die Aist, sondern um Hangwasser. 2016 wurden bei einem Unwetter an die 60 Häuser überflutet und verschlammt.
Zuerst schien es unmöglich, dass das Land und der Bund dieses Projekt fördern. „Realitätsfremd ist das Wasserbautenfördergesetz“ (WBFG), sagten die Bürgermeister des Bezirkes Perg. „Sie wollen sich das nicht länger gefallen lassen, dass bei Hangwasser-Überflutungen die Gemeinden allein gelassen werden“. (OÖN-Ausgabe vom 05.04.2017)In einer Bürgermeisterkonferenz beschloss man, gemeinsam für eine Anpassung des WBFG beim Lebensministerium einen Vorstoß zu unternehmen. Und es klappte, Schwertberg bekommt jetzt, was es braucht.“Gratulation, Herr Bürgermeister Oberleitner und Ihren Unterstützern!“ Flexibilisierung bei der Förderung von HWS-Projekten muss auch für die Region Freistadt-Nord Gültigkeit bekommen.
Zusammenstehen und anpacken schafft Erfolg!
Warum gibt es für den HWS-Aist keinen politischen Aktionismus wie im Bezirk Perg? Oder fehlt es doch noch an Überzeugung, was für unsere Region das Beste ist? Warum vergeudet man soviel Zeit und Geld mit der Wasserbau-Beamtenschaft, wo doch schon über Jahre lupenklar ist, dass diese keinen Millimeter vom WBFG abrücken können und wollen? Schwertberg ist die Bestätigung dafür, was alles möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Das fordern wir hier und heute vom HWS-Verband Aist, von den Bürgermeisteren und den Abgeordneten zum Landtag und Nationalrat. Nur die Politik hat die Legitimation, die Entscheidung über Großrückhaltebecken oder dezentrale Kleinrückhaltebecken zu bestimmen.
Nur Mut, hier geht gar nichts schief!
Dazu kommt, dass sich 98 Prozent der Bürger sich in einer Umfrageabstimmung für Dezentralisierung der Hochwasserrückhalte ausgesprochen haben. Eindeutiger geht es nicht. Auf www.initiative-aist.at finden Sie unter Anderem die Petition der Initiative für ökologischen und nachhaltigen HWS an das Land OÖ und das Schreiben an Landesrat Podgorschek. Überzeugen Sie sich selbst, wie verrückt es bei dieser Auseinandersetzung zugeht.
Fritz Robeischl (für die Initiative)


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