Missionspreis für Putzleinsdorfer Verein: Diözese würdigte Solidarität mit den Menschen in der Ukraine
PUTZLEINSDORF/LEMBACH. Mit dem Missionspreis der Diözese Linz wurden Martha Reiter und ihre Mitstreiter vom Verein HiKöDe ausgezeichnet, der seit vielen Jahren Hilfstransporte in die Ukraine organisiert.

Im Jahr 2013 wurde der Verein Hilfsprojekt Königsfeld Deutsch Mokra (HiKöDe) gegründet. Aber die Wurzeln liegen schon weiter zurück: 2005 reiste die heutige Obfrau Martha Reiter aus Putzleinsdorf nach Königsfeld im Theresiental in den ukrainischen Waldkarpaten. Das Dorf und die Menschen ließen sie nicht mehr los und schon bald folgten die ersten Hilfslieferungen.
Hilfslieferungen für Kinder, Alte und Kranke
Mittlerweile hat der Verein HiKöDe von Putzleinsdorf und Lembach aus 55 Lastwagen, voll beladen mit rund 565 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine gebracht. Zugute kommen diese Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen, Einrichtungen für beeinträchtigte Menschen und vielen bedürftigen Familien. Die Hilfsaktionen wurden bald auch auf mehrere Balkanländer ausgeweitet.
Neue Wasserleitung
Daneben krempeln die Vereinsmitglieder auch vor Ort die Ärmel hoch. So wurde etwa eine neue Wasserleitung für Königsfeld verlegt. Persönliche Begegnungen vertiefen die Bande zwischen den Menschen und motivieren zur Weiterarbeit.
Neben den Sachspenden wird bei Weihnachtsmärkten, durch Benefizveranstaltungen, Vorträgen in Österreich und Bayern auch Geld für die Hilfsaktionen gesammelt. Außerdem ist man ständig auf der Suche nach Sponsoren.
Bischöfliche Anerkennung
All diese Bemühungen wurden jetzt mit dem Missionspreis der Diözese Linz gewürdigt - eine bischöfliche Anerkennung für die aus Oberösterreich ausgehenden Unterstützungen der missionarischen Tätigkeiten. Bei einer Feier im Linzer Bischofshof nahmen Vereinsmitglieder rund um Martha Reiter die Auszeichnung entgegen.
Bischof Manfred Scheuer lobte das ehrenamtliche Wirken aller fünf Preisträger: „Durch euer Tun bringt ihr Licht, ihr segnet, ihr belebt, ihr richtet auf, ihr heilt und befreit.“ Kirche sei lebendiges Miteinander und ein umfassendes Beziehungsnetz, in dem die vielen Formen des Ehrenamtes, die Vielfalt von Dienstleistungen für Christen auch Ausdruck des Glaubens seien.
Das Preisgeld in der Höhe von 1.500 Euro soll wieder in das Projekt einfließen.


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