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RAINBACH. Die Ausstellung „Hochwasserschutz -20%“ wird derzeit in Rainbach gezeigt. Ein Abend mit Diskussionen und Anregungen zum Thema fand dazu im Gasthof Maurerwirt statt.

  1 / 7   Friedrich Stockinger beteiligte sich an der Diskussionsrunde im Gasthaus Maurerwirt. Fotos: Emil Böttcher

Viele interessierte Rainbacher informierten sich über den integrierten Hochwasserschutz, den die Initiative für ökologischen und nachhaltigen Hochwasserschutz sowie der Verein DV-Donau für die Region forcieren. Nach einleitenden Worten von Roland Huber und Fritz Robeischl von der Initiative sowie Gottlieb Soriat vom Verein DV Donau und Bürgermeister Fritz Stockinger wurde die Diskussionsrunde eröffnet.

Natur als Hochwasserschutz

Roland Huber, ehemaliger Direktor der Freistädter Landwirtschaftsschule betonte, je breiter der Hochwasserschutz aufgestellt ist, desto besser, die Natur wäre Hochwasserschutz genug. „Der beste Schutz ist der Wald, vor allem ein Mischwald. Der Waldboden mit den Tiefwurzlern ist der beste Wasserspeicher. Auch ein Acker mit Zwischenfrüchten kann viel Wasser aufnehmen, im Gegensatz zum Grünland. Das ist der natürliche Hochwasserschutz, der technische Schutz sollte erst zum Schluss kommen.“ Die Initiative für ökologischen und nachhaltigen Hochwasserschutz fordert Rückhaltebecken an allen fünf Zubringerbächen in Freistadt.

Große Schäden an Flüssen

Fritz Robeischl ging in seiner Rede auf die enormen Mengen Humus ein, die durch Hochwasser verloren gehen. Außerdem machte er auf die vielen verbauten Bachbette und Steinnkanäle in Freistadt aufmerksam. „Darin läuft das Regenwasser ohne Reduzierung mit voller Kraft ab. Auch Dach- und Straßenwasser kann so an Kraft aufnehmen. Dadurch breiten sich die Bachbette aus und reißen viel Material mit. Die Bachbette könnten sich aber wieder selbst regenerieren, dazu muss man nur die Wassermassen abflachen und darf durch die Flüsse und Bäche nicht so viel durchjagen.“ In einer PowerPoint Präsentation zeigte Robeischl welche Schäden in den vergangenen Jahren durch Hochwasser verursacht worden sind. „Wir sind alle Teil dieser Situation. Der Hochwasserschutz ist ein Thema eines jeden Bürgers!“

Viele kleine Rückhaltebecken

 Rainbach wäre von den aktuellen Hochwasserschutzplanungen des Verbandes Aist betroffen. Ein großes Rückhaltebecken im Bereich des Passberger Stegs ist geplant. „Wir wollen betonen, dass wir nicht gegen Hochwasserschutz sind. Aber wir wollen viele kleinere Rückhaltebecken an den Zubringerflüssen und keine Betonmauern und riesige Becken, die sich nicht in die Natur einfügen“, betonte Robeischl.

Bürgermeister Stockinger steht ebenfalls hinter diesem Anliegen, machte aber auch klar, dass es nicht so einfach sein wird: „Die Politik steht unter Druck. Beim nächsten Hochwasserereignis wird man sich fragen, wo ist der Hochwasserschutz?“ Nicht nur in Rainbach werden  bereits bei jeder Siedlung kleine Rückhaltebecken gebaut, auch bei großen Straßen, wie der S10, werden Schutzmaßnahmen berücksichtigt.

Junge, engagierte Leute sind in den Vereinen und Initiativen herzlich willkommen!


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Gastuser
Gastuser
22.03.2017 13:33

Hochwasserschutz - 20%

eine gelungene Veranstaltung , aber ob die Politiker dazu lernen ist fraglich !