Weltneuheit aus dem Mühlviertel: Rainbacher Unternehmen entwickelt Schnelltest für Krankenhauskeime
RAINBACH. Krankenhauskeime sind gefürchtet: Sie sind gegen einige Antibiotika resistent und können schwer kranke Menschen mit schwachem Immunsystem sogar töten. Damit sie jetzt noch rascher aufgespürt werden können, entwickelte das Start-Up-Unternehmen Genspeed Biotech aus Rainbach nun einen weltweit einzigartigen Schnelltest für Krankenhauskeime.

Die patentierte Technologie spart Zeit und Geld: Die Probe wird mit Standardmethoden aufbereitet und in einen sogenannten Mikrofluid-Chip eingetropft. Dieser testet die Probe selbstständig und der Anwender kann nach kurzer Zeit das Testergebnis auf dem Computer abgelesen. Dauerte es bisher mehrere Tage, bis das Ergebnis verfügbar war, so können Krankenhauskeime nun im Labor innerhalb von 100 Minuten nachgewiesen werden, Parodontitis-Erreger sogar in nur 20 Minuten direkt in der Zahnarztpraxis. Zudem wird die Genauigkeit der Testergebnisse erhöht. Die Produkte werden bereits in einigen Krankenhäusern und Zahnarztpraxen erfolgreich angewendet.
Universelle Technologie
„Mit Genspeed haben wir eine universelle Schnelltest-Technologie entwickelt, die sowohl Ärzten als auch Patienten zugute kommt. Sie erlaubt schnelle und präzise Diagnostik auch dort, wo unzuverlässige Streifchentests und langwierige komplexe Labortests nicht anwendbar sind“, erklären die Geschäftsführer Max Sonnleitner und Sonja Kierstein.
Vom Land OÖ gefördert
Die patentierte Genspeed-Technologie wurde im Rahmen von zwei Cluster-Kooperationsprojekten des Medizintechnik-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria mit Projektpartnern weiterentwickelt und vom Land Oberösterreich mit rund 85.000 Euro gefördert. Genspeed Biotech konnte dank des Investors EOSS Industries Holding mit Sitz in Graz aus der Greiner Bio-One ausgegründet werden. Derzeit sind neben der Geschäftsführung neun Mitarbeiter dort beschäftigt.


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