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KIRCHBACH. „Es ist ein familiengeschichtliches Nachschlagewerk, ein „Gedächtnis“ der Pfarre Kirchbach, das in keinem Haushalt der Pfarre fehlen sollte“, meint Autor Norbert Müllauer, der am 18. November zur Präsentation des zweiten Bandes des Totenbuches der Pfarre Kirchbach in den Pfarrsaal einlädt.

Am 18. November wird der zweite Band im Pfarrsaal Kirchbach präsentiert.
Am 18. November wird der zweite Band im Pfarrsaal Kirchbach präsentiert.

Während sich der erste Band auf den Zeitraum von 1950 bis 2016 konzentriert, beinhaltet der zweite Band des Totenbuches der Pfarre Kirchbach eine Auflistung von 926 Personen, die im Zeitraum von 1900 bis 1949 in der Pfarre Kirchbach gestorben sind.

Hohe Säuglingssterblichkeit und Kindersterblichkeit

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind ungleich mehr Todesfälle zu verzeichnen, die Rückschlüsse auf die extremen wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die Auswirkungen beider Weltkriege ermöglichen. Unter den aufgezeichneten Personen in den Pfarrmatriken weisen besonders eine hohe Anzahl an Totgeburten, eine erschreckend hohe Säuglingssterblichkeit und Kindersterblichkeit sowie eine niedrige Lebenserwartung auf die schwierigen Lebensbedingungen im ländlichen Raum hin.

Eine Besonderheit des mit zahlreichen Abbildungen versehenen Totenbuches ist eine Auflistung von allen 1500 Sterbefällen von 1900 bis 2018, geordnet nach den einzelnen Katastralgemeinden der Pfarre. Eine wertvolle Grundlage für die lokale Familienforschung, da neben der vollständigen Auflistung aller Sterbefälle zusätzlich die Angaben des Geburtsdatums, des Geburtsortes, des Lebensalters sowie bei Ehefrauen der Mädchenname wertvolle Hinweise bieten.

Buchpräsentation

Am Sonntag, 18. November lädt Müllauer im Anschluss an den Gottesdienst zur Präsentation in den Pfarrsaal nach Kirchbach.

Erhältlich ist das 268-seitige Totenbuch in den Kaufhäusern Prichenfried und Schenk in Kirchbach, im Gemeindeamt Rappottenstein sowie bei Norbert Müllauer (02822/54175 oder muno@gmx.at).<


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