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REGAU. Beim ersten, sehr gut besuchten Konzert der Reihe „Kammermusik im Vituskircherl“ standen auf dem Programm: Das Streichsextett „Souvenir de Florence“ opus 70 von Piotr Iljitsch Tschaikowsky, die Uraufführung des Streichsextetts „Ein Spätsommernachtsrendezvous“ von Simone Zaunmair  und das Streicheroktett op.posth. von Max Bruch.  

Die Interpreten waren Lily Francis, Heidemarie Mayer, Albert Fischer, Werner Neugebauer/Violine, Firmian Lermer, Predrag Katanic/Viola und Theresia Kainzbauer, Andreas Pözlberger/Violoncello.

Souvenir de Florence – dieses blühende Stück Musik mit seiner italienischen Thematik (ganz konnte der Komponist seine russische Seele nicht verbergen) und wohlausgewogenen Klangwirkung – ist die schönste Liebeserklärung an Florenz, die man sich vorstellen kann; sie wurde mit flexiblem, vollem Klang, perfekter Phrasierung, expressiv und innig empfunden musiziert.

Das Streichsextett „Ein Spätsommernachts-Rendezvous“ von Simone Zaunmair (die Uraufführung!) führte mit Tiefe, berührender Melodik und feinster Dynamik in poetische Traum- und Gefühlswelten.

Den Schluss bildete das sehr selten gespielte Streicheroktett in B-Dur op.posth. von Max Bruch, vollendet in dessen Todesjahr 1920. Es ist eine Erinnerung an die Hochblüte der deutschen Romantik, ein liebenswertes Werk mit melodisch betonten Themen und wurde vom Ensemble meisterhaft interpretiert.

(von Fred Androsch)


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