RIED IM INNKREIS. Was bringt einen Menschen dazu, sein Land zu verlassen? Was erlebt er auf seiner Flucht? Wie geht es ihm als Flüchtling in Europa? Diese Fragen beantwortet Emmanuel Mbolela in seinem Buch „Mein Weg von Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil“, das er am 26. März im Bildungshaus St. Franziskus auf Einladung von M.u.T. vorstellt.

In seinem Land Demokratische Republik Kongo engagierte sich Mbolela 2002 als junger Ökonomiestudent für die Demokratisierung des Landes. Dabei wurde er von der Regierung verhaftet und konnte nur mit Mühe dem Tod entrinnen. Sein fünf Jahre dauernder Fluchtweg führte ihn über Kongo-Brazzaville, Benin, Kamerun, Mali, Algerien in die Niederlande, wo er seit 2008 lebt. Er engagiert sich im Netzwerk Afrique-Europe-Interact, das Organisationen und Basisaktivisten aus Afrika und Europa, unter ihnen zahlreiche selbstorganisierte Flüchtlinge, Migranten und Abgeschobene vernetzt. Eindrücklich weist Mbolela mit seiner autobiographischen Erzählung auf Missstände und Unmenschlichkeit hin, mit denen Flüchtlinge aus Afrika konfrontiert werden. „Für Tausende heute ist Flucht Notwehr“, meint dazu der Schweizer Soziologe, Autor und Menschenrechtler Jean Ziegler im Vorwort des Buches. Dieter Alexander Behr, der Übersetzer des Buches, wird aus dem Französischen übersetzen. Nach der Lesung ist eine Diskussion geplant. Zur Auflockerung wird die Riederin Isabelle Ntumba Biakana, die ebenfalls aus der DR Kongo stammt, Gospels singen. Donnerstag, 26. März, 19.30 Uhr Ried, Bildungshaus St. Franziskus Eintritt: freiwillige Spenden


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