Kunstwerke aus einem Eichenstamm
Ried. Die galerie20gerHaus (Bahnhofstraße 20) zeigt noch bis zum 1. August die Ausstellung „Schnittmuster“ des Bildhauers Thomas Wiederkehr.

Der gebürtige Schweizer, der seit 1990 in St. Marienkirchen am Hausruck lebt, zeigt hier eine neue Facette seiner Arbeit. Bekannt wurde er durch Arbeiten mit Stein, den er zu filigranen, scheinbar federleichten Skulpturen verarbeitete. Weil die Arbeit am Stein im Winter oft nicht möglich ist, griff er in den letzten Jahren auch zum Holz. Dabei entstand vor eineinhalb Jahren eine große Sitzskulptur aus Eiche. Beim Zuschnitt dieser Skulptur aus dem 130-jährigen Eichenstamm blieben viele, zum Teil flächige Abschnitte übrig. Diese waren vergangenen Winter Ausgangspunkt für die Reliefs und die gleichzeitig entstandenen Monotypien dieser Ausstellung. Wie bei seiner Arbeitsweise am Stein – schneiden, wegnehmen, belassen, schleifen – bearbeitete Wiederkehr Motorsägespuren oder Bruchlinien im Holz weiter, trug Farbe auf und fertigte Drucke an. Im 20gerHaus präsentiert er jetzt diese Arbeiten, die alle ihren Ursprung in einem einzigen Eichenstamm haben.








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