Ausstellung zum 90. Geburtstag
Ried. Zum 90. Geburtstag widmet das Museum Innviertler Volkskundehaus dem gebürtigen Rieder Maler und Grafiker Hubert Fischlhammer eine Ausstellung, bei der Werke aus den letzten Schaffensjahren zu sehen sind.Die Ausstellung wird am 24. September eröffnet.

Zeichnen und Malen waren Hubert Fischlhammer in die Wiege gelegt. Der angesehene Rieder Maler Wilhelm Dachauer ebnete ihm nach der Grundschule den Weg an die Münchner Akademie.
Schwierige Zeitumstände, Arbeits- und Militärdienst machten aber ein Studium bald unmöglich. Als der im Krieg Verwundete 1945 heimkam, hatte zunächst der Brotberuf Vorrang, erst Jahre später konnte er sich mit voller Kraft der Malerei widmen. Den lokalen Erfolgen am Anfang folgte bald überregionale Anerkennung.
Seit 1974 lebt Hubert Fischlhammer in Wien, 1984 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Als sich sein Sehvermögen verschlechterte, konnte Fischlhammer nur noch Miniaturen malen, bis ihn 1991 eine Operation vor dem Erblinden rettete.
Von Anfang an hat sich Hubert Fischlhammer bei seinen Monodrucken und dann in seiner Malerei dafür entschieden, dass seine Bilder auch als Metaphern funktionieren sollen. Sie sind mit persönlichen Symbolen, Fundstücken aus der Natur und Strukturen konstruiert, sodass sie Analogien zur Wirklichkeit suggerieren. Die aufgeklebten Alltagsfunde ermöglichen auch ein überraschendes Spiel mit Illusionen: Gemaltes wirkt wie collagiert und umgekehrt. Das Bildvokabular ist einerseits archaisch-einfach, andererseits lyrisch in den Details. In manchen Bilderfolgen stellt Fischlhammer dem Chaos in der Natur strenge geometrische Formen gegenüber, malt in sparsamen Farbvaleurs seine Reflexionen vom Werden und Vergehen.
AusstellungDonnerstag, 24. September, 19 UhrRied, Museum Innv. VolkskundehausDauer: bis 21. NovemberGeöffnet: Di–Fr 9–12 u. 14–17 Uhr, Sa 14–17 Uhr


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