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RIED. Das Museum Innviertler Volkskundehaus zeigt im Sommer meisterhafte Zeichnungen, Studien und Gemälde von Wilhelm Dachauer. Die Ausstellung wird am 13. Juni eröffnet und dauert bis zum 14. September.

Selbstporträt von Wilhelm Dachauer
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Der Wunsch, eine künstlerische Ausbildung zu erlangen, führte den 1881 in Ried geborenen Wilhelm Dachauer nach Wien, wo er zunächst eine Lehre bei einem Dekorations- und Kirchenmaler absolvierte, ehe er 1899 an die Akademie der bildenden Künste aufgenommen wurde. Der Rom-Preis ermöglichte ihm 1908/09 eine ausgedehnte Studienreise nach Italien und Ägypten.

Erste Ausstellung in der Sezession

Danach richtete er sich in Wien ein Atelier ein. Die enge Bindung an seine Innviertler Heimat drückt sich in Motiven aus, die die ländliche Idylle thematisieren. 1913 trat er erstmals bei einer Ausstellung in der Wiener Sezession mit fünf Gemälden an die Öffentlichkeit.

Kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs heiratete er Therese Roder. Dachauer meldete sich als Freiwilliger zum Kriegseinsatz, wurde als Sanitäter in Italien und Rumänien eingesetzt und war zuletzt im Kriegspressequartier tätig.

Rückzug nach Ried

Nach dem Zusammenbruch der Monarchie zog er sich nach Ried zurück, wo Gemälde mit stark symbolistischem Charakter entstanden. Seine Grafiken zeigen Elemente aus dem Jugendstil und der Volkskunst. 1927 wurde Dachauer an die Akademie der bildenden Künste in Wien berufen.

Seine Idealisierung des Landlebens entsprach der nationalsozialistischen Verherrlichung des Bauernstandes. Nach Kriegsende wurde er des Lehramtes enthoben, 1946 folgte seine Rehabilitierung.

Nachkriegszeit

Bis zu seinem Tod im Jahr 1951 widmete sich Dachauer verstärkt Porträtaufträgen sowie Entwürfen für Banknoten und Briefmarken, verarbeitete in einigen Gemälden aber auch die gerade überstandene Nazizeit und den 2. Weltkrieg. Auch seine Krankheit – Dachauer litt an Speiseröhrenkrebs – prägte sein Spätwerk.

Die Sonderausstellung zeigt Leihgaben aus Privatbesitz und aus der Sammlung des Museums Inn-viertler Volkskundehaus.

Vernissage

  • Donnerstag, 13. Juni, 19 Uhr
  • Ried, Museum Innviertler Volkskundehaus
  • Dauer: bis 14. September
  • Öffnungszeiten: Di-Fr 9-12 u. 14-17 Uhr, Sa 14-17 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen

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