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RIED. Der Rieder Kulturverein Kunst im Keller (KiK) ist, wie alle anderen Veranstaltungsorte, seit zwei Monaten geschlossen. Damit die Zeit nicht komplett verloren ist, wurde der für Sommer geplante Umbau vorgezogen.

  1 / 2   Der neue KiK-Vorstand (v. l.): sitzend: Josef Feichtinger (Geschäftsführung), Albert Radlinger, Florian Bauböck (Obmann), Susanne Bauböck; stehend: Heidi Dallinger, Berni Hofinger, Martin Gschwandtner, Martin Badegruber, Franz Bayer (Kassier), Alex Flotzinger, Max Bauböck, Walter Horn, Doris Kranner (Schriftführerin) (Foto: KiK)

Die Planung für den Umbau begann bereits Mitte 2019. Nach der Zusage über Förderung durch die Leader-Region Innviertel sowie einem großzügigen Zuschuss zu den Eigenmitteln durch die Stadt Ried fiel der Startschuss für das ambitionierte Projekt – die alte Einrichtung ist schon demontiert.

Technik vom Feinsten

Fast noch wichtiger als die neue Einrichtung ist die Veranstaltungstechnik – die wird vom Feinsten sein. Obmann Florian Bauböck: „Wir konnten eine der führenden österreichischen Akustikfirmen, „pro Performance“, für uns gewinnen. Gemeinsam feilen wir am perfekten Sound.“

Neben dem Sound wird auch die Lichtanlage modernisiert und auf LED umgestellt. In das neue Design des Kulturkellers werden Akustikelemente an der Decke und den Wänden integriert. Auch die Bar wird etwas umgebaut und nicht zuletzt wird auch die Wandgestaltung zum neuen Erscheinungsbild beitragen.

Bauböck: „Wir sind sehr darauf bedacht, wichtige Elemente, die das KiK definieren, zu erhalten und gleichzeitig einen modernen und gemütlichen Raum zu schaffen, in dem man sich während und auch nach den Veranstaltungen wohl fühlt.“

Unterstützung für Künstler

Im Gegensatz zu vielen anderen Kulturveranstaltern, die von der Regierung bis jetzt sträflich vernachlässigt werden, ist das KiK durch die Folgen der Coronakrise und die neue Abnormalität nicht in der Existenz gefährdet.

Unter anderem wurde Anfang März der Vertrag mit dem Hauptsponsor Raiffeisenbank Region Ried um drei Jahre verlängert. Auch andere Sponsoren blieben dem Verein treu. 

Durch diese relative Sicherheit konnte das KiK einigen Künstlern, deren Konzerte verschoben wurden, anbieten, als Unterstützung schon jetzt eine Anzahlung zu zahlen. Außerdem versucht das KiK, wie viele andere auch, über diverse Social Media-Kanäle Künstler und Agenturen zu unterstützen.

Videostream kann Live-Atmosphäre nicht ersetzen

Allerdings, so Florian Bauböck, könne auch der beste Videostream niemals die Atmosphäre und die Nuancen, die eine Live-Veranstaltung ausmachen, einfangen. „Eines der wichtigsten Dinge, die Interaktion zwischen Künstler und Publikum, geht verloren.“

Planung für den Herbst

Wann Konzerte oder Kabarettveranstaltungen ohne Einschränkungen, die einem Verbot gleichkommen, wieder möglich sind, steht in den Sternen. Im Verein ist man optimistisch und hofft auf einen Neustart Anfang September. Florian Bauböck: „Wir planen, viele der abgesagten Veranstaltungen im Herbst 2020 und Frühjahr 2021 nachzuholen, soweit dies möglich sein wird.“

Ersatztermine

Die Ersatztermine für die ausgefallenen Auftritte der Gesangskapelle Hermann sind für den 4. und 5. September geplant, der Auftritt von Voodoo Jürgens für den 11. September. Weitere Highlights im Herbst sollen – abhängig von der aktuellen Situation und den Bestimmungen der Regierung – Konzerte von BulBul und Clara Luzia sowie ein Kabarettabend mit Manuel Rubey werden.

Weitere Informationen und Termine sind auf der Webseite www.kik-ried.com zu finden.


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