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RIED. Die Versorgung eines kritisch kranken Kindes ist zum Glück ein seltenes Ereignis. Weniger als fünf Prozent aller Notfälle betreffen Kleinkinder, noch seltener muss ein Neugeborenes reanimiert werden. Um die Zusammenarbeit im Team in diesen Notsituationen noch weiter zu verbessern, wird im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried das richtige Verhalten bei Notfällen in der Geburtshilfe speziell trainiert.

Um für Notfälle im Kreißzimmer gewappnet zu sein, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter speziell geschult. (Foto: KH BHS Ried)

Dabei kommt ein mobiler Neugeborenen-Simulator zum Einsatz. Dieser sieht aus wie eine Puppe, ist aber ein High-Tech-Gerät erster Güte, mit dem die Teams wirklichkeitsgetreu die Versorgung im Ernstfall trainieren können. Die Puppe kann sich bewegen, sie weint, sie schreit und wird blau im Gesicht, wenn ihr Sauerstoff fehlt. Die Teams können ihr Infusionen und Medikamente verabreichen und sie an einen Überwachungsmonitor anschließen. Es können verschiedene Szenarien wie Krämpfe, Atemnotsyndrom bis hin zum Herzstillstand simuliert werden.

Jedes Notfallszenario wird videoüberwacht und im Anschluss ausführlich besprochen und analysiert. Abschließend erarbeiten die jeweiligen Teams gemeinsam Möglichkeiten zur Verbesserung.An diesen Trainings nehmen mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses teil. Sie werden in acht Teams von Gynäkologen, Anästhesisten, Kinderärztinnen und -ärzten, Pflegekräften und Hebammen einmal pro Jahr geschult.

„Damit stellen wir sicher, dass wir im Ernstfall eng und routiniert zusammenarbeiten. Je mehr man übt, desto erfahrener wird man in solchen Situationen“, ist Primar Andreas Wimmer, Leiter der Abteilung für Kinderheilkunde und Neonatologie, von den Trainings überzeugt.

Fehler in den Abläufen, unklare Verfahrensregelungen und Kommunikationsprobleme im Team könnten im Ernstfall dramatische Folgen haben.


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