„Wir werden den Tierschutzverein sozusagen als Familienbetrieb führen“
BEZIRK. Mit Anfang Jänner übernimmt Familie Rothauer aus Raab die Agenden des Tierschutzvereins Ried. Beatrix Wöhrer, die 2004 den Verein gegründet hat, zieht sich als Obfrau zurück. Die Führung bleibt in weiblicher Hand. Neue Obfrau ist Sara Rothauer. Unterstützung erhält sie von ihrer gesamten Familie. Ihre Mutter Elfi Rothauer ist erste Ansprechpartnerin am Telefon, des Weiteren wurde sie zur Kassierin bestellt. Weiter zur Seite steht ihr Julian Rothauer als Schriftführer.

Tips:Sie sind die neuen Ansprechpartner in Sachen Tierschutz für den Bezirk Ried. Was hat sie dazu bewogen, den Tierschutzverein Ried weiterzuführen?
Sara Rothauer: Wir hatten schon immer Tiere und haben auch immer welche bei uns aufgenommen. Irgendwer muss sich für ausgesetzte Tiere einsetzen und sie versorgen. Es war uns in jedem Fall wichtig, dass der Tierschutzverein Ried weitergeführt wird. Aber wir wissen auch um die enorme Aufgabe, die das Amt mit sich bringt.
Tips:Mussten Sie viele bürokratische Hürden nehmen?
Sara Rothauer: Ja und wir sind immer noch mittendrin.
Tips:Tierschutzvereine sind häufig auf Spenden angewiesen. Wieviel Transparenz können Sie ihren Unterstützern gewährleisten?
Sara Rothauer: Ja, wir sind auf Spenden angewiesen, nur so können wir gewährleisten, dass wir die Arbeit weiterführen können. Wir garantieren aber, dass das Geld zu 100 Prozent für die Tiere verwendet wird, angefangen von den Tierarztkosten, Futtermittel, Pflege, Streu etc. Es gibt auch bereits ein Formular, so kann man Fördermitglied des Tierschutzvereins Ried werden. Wir werden zudem eine WhatsApp Gruppe einrichten und alle Mitglieder über die Aktivitäten am laufenden halten. Was wir aber auch ganz dringend brauchen, das sind neue Pflegestellen für Katzen.
Tips:Wo liegen ihrer Meinung nach die Probleme beim Tierschutz?
Sara Rothauer: Ich finde, dass die Menschen zu wenig informiert sind, über die Tiere, die sie aufnehmen. So kann es passieren, dass sich jemand eine Hunderasse aussucht, die gar nicht zu ihm passt. Deshalb finde ich es sehr gut, dass der Hundeführerschein eingeführt wurde. Wir geben auch gerne Auskunft oder leiten an eine Beratungsstelle weiter. Schärfere Strafen sollte es bei Fällen von Tierquälerei und Aussetzen von Tieren geben.
Tips:Gibt es bestimmte Projekt-Ideen?
Sara Rothauer: Ja, aber das ist noch sehr fern. Ich würde gerne ein Charity-Reitturnier veranstalten. Zudem bräuchten wir Räumlichkeiten, wo wir Notfälle unterbringen können, sozusagen eine Zwischenstation nach Not-Operationen.
Tips:Wenn ich ein Tier finde oder mir ein Tier zuläuft, wie soll ich mich verhalten?
Sara Rothauer: Ein Hund muss gechipt sein, jeder Arzt hat ein Lesegerät und findet raus, wem der Hund gehört. Man kann aber auch den Vorfall bei der Polizei melden oder den Tierschutzverein kontaktieren. Was Katzen anbelangt, soll man die erstmal eine Zeit lang beobachten. Schaut die Katze gut aus, ist gut genährt und hat ein schönes Fell, dann muss sie nicht zwingend ausgesetzt worden sein. Braucht sie aber offensichtlich Hilfe, dann kann der Tierschutzverein gerufen werden.
Tips:Sie alle drei sind berufstätig: Was machen Sie beruflich und wird es eine Aufgabenteilung geben?
Sara Rothauer: Ich bin in der Immobilien-Verwaltung im väterlichen Betrieb und werde die Administration und das Back-Office machen. Julian arbeitet im Vertrieb. Er ist Obmann-Stellvertreter und Schriftführer. Meine Mutter Elfi ist in Pension, ist Kassier, wird erste Ansprechpartnerin am Telefon sein und auch die Ausfahrten übernehmen. Wir werden den Tierschutzverein Ried sozusagen als Familienbetrieb führen.
Kontakt: 0650/8859131, tierschutzvereinmitherz@gmail.com, www.tiersuche-ried.jimdo.com, www.facebook.com/TierschutzvereinRied/about
Spendenkonto: Kontonummer 221093495, BLZ 15080 Oberbank Ried, IBAN: AT2515080000221093495, BIC: OBKLAT2L


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