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BEZIRK RIED. Die Arbeitsgruppe Bildung der Initiative Hot Spot! Innviertel hat unter Führung von Irene Wiesinger (Direktorin der HAK/HAS Schärding) ein neues schulisches Konzept entwickelt. In enger Kooperation von Schule und Wirtschaft der Region lernen Jugendliche verschiedene Branchen durch begleitete Praktikumstage kennen. Unternehmen haben die Möglichkeit sich als Arbeitgeber zu präsentieren.

Andreas Fill (Fill Gurten), Eva-Maria Rendl (Fill Gurten), Hubert Wiesinger (HAK/HAS Ried), Irene Wiesinger, (HAK/HAS Schärding), Josef Fischerleitner (HAK/HAS Braunau), Simone Kraxberger (XPS Stranzinger) und Andreas Reichhartinger (Fill Gurten) stellen das Konzept iSchool vor.

Schülern der Handelsschulen einen fließenden Übergang von der Schule in die Lehre zu ermöglichen, das ist der Kern der Aktion Hot Spot! iSchool. Wobei das „i“ für individuell, interkulturell, innovativ, interaktiv Innviertel steht.

Branchen und Lehrberufen kennenlernen

Von der ersten Handelsschulklasse an sollen die Schüler verschiedene Branchen in der Region kennenlernen. In Form von Praxisnachmittagen in Begleitung einer Lehrkraft stellen sich die Betriebe vor. Im darauffolgenden Sommersemester werden dann vier Schnuppertage in mindestens zwei verschiedenen Unternehmen stattfinden. In den Sommerferien vor der zweiten Klasse absolvieren die Schüler ein zumindest zweiwöchiges Praktikum in einem der Partnerunternehmen. Das Schuljahr beginnt für die Schüler um zwei Wochen später. Ein weiteres Praktikum von mindestens sechs Wochen ist im Zeitfenster Juni bis Mitte September vorgesehen. Aus diesem Pflichtpraktikum heraus entsteht dann das Thema für die notwendige Abschlussarbeit.

Kooperation Schule und Wirtschaft

„Wir haben versucht die Bedürfnisse sämtlicher Beteiligter, also Schüler, Eltern, Schulen und Wirtschaft, zu berücksichtigen. Durch die enge Kooperation von Schulen und Wirtschaft bringen wir mehr Praxis in den Unterricht und mehr junge Menschen direkt in die Unternehmen. Schlussendlich profitieren sowohl Schüler als auch die Betriebe davon“, erklärt Irene Wiesinger. Hubert Wiesinger (Direktor der HAK/HAS Ried) untermauert, dass es keine Änderungen beim Lehrplan geben wird.

Bildungspolitischer Meilenstein

„Wir haben uns die Frage gestellt wie schaffen wir es, dass die Jugendlichen in Kontakt mit den Firmen treten. Mit dem Projekt iSchool ist uns ein bildungspolitischer Meilenstein gelungen“, ergänzt Andreas Fill, Geschäftsführer von Fill Gurten.

Start

Start von Hot Spot! iSchool in Ried und Schärding ist im Herbst und ein Jahr später in der HAS Braunau.

Breites Branchenangebot

Um den Schülern ein breites Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten bieten zu können, werden viele Gespäche mit heimischen Unternehmen geführt. „Gerade für kleinere Unternehmen ist Hot Spot! iSchool interessant, weil man aus einem Pool fischen kann“, sagt Andreas Fill. „Mit 14 beziehungsweise 15 Jahren sind viele Jugendliche noch orientierungslos. Mit dem Projekt Hot Spot! iSchool können sie im ersten Jahr verschiedene Berufsbilder kennenlernen“, ergänzt Eva-Maria Rendl (Personalmanagement bei Fill).

Termin

Am Mittwoch, 2. Mai wird im Krankenhaus Ried ab 18.30 Uhr zum Thema Hot Spot! iSchool ein Informationsabend für Eltern, Unternehmen und Neue Mittelschulen angeboten.

Information

Hot Spot! Innviertel vereint als rechtsunverbindliche Initiative Unternehmen und Organisationen der drei Bezirke Braunau, Ried und Schärding. Sie wollen die Region als lebenswerte, attraktive Arbeitgeberregion positionieren. Kommunikation und Networking sind die Hauptaufgaben der Gemeinschaft. Andreas Fill (Fill Maschinenbau) ist Sprecher der Gruppe.


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