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BEZIRK RIED. Ein Navigationsgerät ohne optische oder akustische Ablenkung vom Verkehr haben Christoph Spitzer aus Hohenzell und Tobias Wagner aus Mörschwang entwickelt. Beide haben heuer an der HTL in Braunau maturiert und sind mit dem dem IoT-Sonderpreis (= Internet of Things) an der Fachhochschule in Kärnten ausgezeichnet worden.

Christoph Spitzer und Tobias Wagner freuen sich über den IoT-Preis.
Christoph Spitzer und Tobias Wagner freuen sich über den IoT-Preis.

Nahezu jeder verwendet heutzutage elektronische Hilfsmittel, um in unbekannten Regionen den Weg zu finden. Dank Navi, und meist wird das Smartphone dazu benutzt, ist es jedem möglich, die schnellstmögliche Route zum gewünschten Ziel zu finden. Der Nachtteil der üblichen Methoden zur Navigation ist, egal ob zu Fuß oder mit dem Auto, dass man ständig optische und akustische Mitteilungen bekommt und verarbeiten muss. „Gerade in Städten oder in verkehrsreichen Zonen kommt es dabei schnell zu einer Ablenkung im Straßenverkehr“, so umreißt Tobias Wagner die Problematik, gemeinsam mit seinem Projektpartner Christoph Spitzer, in der von ihnen verfassten Diplomarbeit an der HTL Braunau unter der Betreuung von Richard Hruby.

Haptische Signale in der Schuhsohle

„Wir haben uns überlegt, wie wir die Navigationsanweisungen verständlich machen können, ohne den Blick von der Straße abwenden zu müssen oder durch akustische Anweisungen abgelenkt zu werden – und sind relativ rasch auf die Idee gekommen, mithilfe von haptischen Signalen Navi-Anweisungen zu übermitteln. Daher haben wir zwei Module entwickelt, die wir in die Schuhsohle integrieren können und die mittels Vibrationsmotor auf Richtungsänderungen hinweisen. Diese beiden Module sind kabellos mit dem Smartphone verbunden und mittels selbst entwickelter App gesteuert“, erklärt Christoph Spitzer die technische Struktur des TrackBoots.

Konkret läuft es so, dass beim Erreichen eines Punktes der Route, an dem abgebogen werden muss, dies mittels GPS erkannt und je nach Richtung ein Signal an das linke oder rechte Gerät gesendet wird. Findet man sich also an einer Kreuzung ein, an der der schnellste Weg nach rechts führt, so vibriert in diesem Moment das Modul auf der rechten Seite, und ohne den Blick auf das Smartphone wenden oder auf die akustische Ansage achten zu müssen, wird der Weg verständlich übermittelt.

App für das Smartphone

Entwickelt haben die beiden Elektroniker so eine App, die durch Eingeben von Start und Ziel die genaue Route berechnet und an jeden Punkt, an dem die Richtung geändert werden muss, ein entsprechendes Signal über Bluetooth sendet, das den jeweilig benötigten Vibrationsmotor aktiviert. Die Module im Schuh werden durch einen Lithium-Polymer-Akku versorgt und über Bluetooth gesteuert. Sie können durchaus so dimensioniert werden, dass sie in einem herkömmlichen Schuh Platz finden.

„Ich freu“ mich, dass Christoph und Tobias, die engagiert und kenntnisreich ihr Projekt entwickelt und umgesetzt haben, nun durch den IoT-Sonderpreis der FH Kärnten auch externe Anerkennung erhalten haben“, erklärt Projektbetreuer Richard Hruby, der mit der Arbeit der beiden sehr zufrieden ist.


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