Es bleibt noch wochenlang trocken
RIED. So trocken wie heuer war es seit 166 Jahren nicht mehr. Von der extremen Trockenheit sind vor allem der Zentralraum und große Teile des Innviertels betroffen.

Mit Besserung ist in der nächsten Zeit nicht zu rechnen. Nach Auskunft der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) werden die kommenden vier Wochen mit hoher Wahrscheinlichkeit kaum Niederschlag bringen. Bis Mitte August gibt es, abgesehen von wenigen lokalen Gewittern, gar keinen Regen.
Die Kaltfront, die kommende Woche über Oberösterreich ziehen soll, ist wie auch die örtlichen Regenfälle vom Wochenende nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Regen fehlt
Bei Soja und Mais hat die Ernte bereits begonnen – da hilft Regen nicht mehr viel. Bei Zuckerrüben könnte Regen die Ernte noch verbessern, ganz wichtig wäre er jedoch für das Grünland. Im Allgemeinen wird vier Mal pro Jahr gemäht, wobei der erste Schnitt etwa 40 Prozent des Ertrags ausmacht, die andere je 20 Prozent. Nach dem ersten Schnitt, der noch in Ordnung war, gab es jedoch starke Einbußen. Für den vierten Schnitt bräuchten die Bauern jetzt drei bis vier Tage Landregen.
Die Auswirkungen könnten bis in den Winter reichen, denn den Rinderbetrieben fehlt durch die geringere Ernte ein großer Teil des Grünlandertrages. Da könnte es zu einer Herausforderung werden, die Tiere über den Winter zu füttern.
Sparen
Empfehlungen zum Wassersparen – dass zum Beispiel das Befüllen von Swimming Pools, das Autowaschen oder das Bewässern des Gartens untersagt wird – werden von den einzelnen Gemeinden ausgegeben.
Grundwasser
Gerhard Greiner von der Bezirkshauptmannschaft Ried sagt, dass es zurzeit noch keinen Grundwassermangel gebe, allerdings sei der Grundwasserspiegel schon tief gesunken. Nur während der Hitzewelle 2003 sei er niedriger gewesen – damals mussten zahlreiche Höfe bis in den November von der Feuerwehr mit Wasser beliefert werden.


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