Jungdesigner Lucas Pfeil: „Ich will ein Zeichen setzen, dass meine Generation etwas leisten kann und will“
RIED. Lucas Pfeil (22) hat Mediendesign gelernt und arbeitet seit zwei Jahren im väterlichen Betrieb von Pfeil Design Beschriftungszentrum. Er liebt seinen Job, eine weitere Leidenschaft ist Mode und Design. Mit 16 Jahren hat er sich das Nähen selbst beigebracht. Der Autodidakt designt Merchandising für die DJ-Szene in Österreich, Deutschland und Italien.

2013 hat Lucas Pfeil mit dem Nähen begonnen: „Ich wollte unbedingt bei meinen Klamotten ein bestimmtes Design und einen speziellen Schnitt haben. Nachdem ich dies in keinem Geschäft bekommen habe, beschloss ich diese selber zu entwerfen und zu schneidern.“
Der Vermarktungsprofi
Mittlerweile hat sich der Jungunternehmer in der DJ-Szene einen Namen gemacht und das kleine Gewerbe mit Unfug Clothing angemeldet. Reingekommen ist er in die Szene 2017. Der Vermarktungsprofi hat dem bekannten DJ Rene Rodrigezz ein selbst entworfenes T-Shirt mit Rene Rodrigezz“ Initialen geschenkt. Dieser hat ihn wenig später angerufen und angefragt, ob er mit ihm eine eigene Modelinie mit Merchandisingprodukten wie Shirts, Hoodies etc. machen möchte. Das war der Anfang von Unfug Clothing. So hat er unter anderem bereits Aufträge für die größte Disco Österreichs –Prater Dome in Wien abgewickelt.
„Die DJ-Szene ist eine klasse Szene zum Arbeiten. Ich gehe in die Clubs oder Diskotheken, rede mit den Leuten und präsentiere was ich mache. Über Instagram schreiben mich die Leute an und so komme ich zu weiteren Aufträgen.“
Die Marktlücke
Lucas hat einen klaren Vorteil gegenüber größeren Unternehmen. Er kann kleine Stückzahlen zu einem annehmbaren Preis liefern. Bei ihm kann sich jeder der möchte sein eigenes T-Shirt bedrucken lassen. Es gibt keine Stückzahlbegrenzung. Nachdem er im Beschriftungszentrum arbeitet, deckt er eine weitere Marktlücke ab. Er kann den Veranstaltern von Festivals und Events nicht nur Starter-Packs liefern, sondern auch gleich die Flyer und Visitenkarten. „Die Firma von meinem Vater steht weiter an erster Stelle. Ich habe die Leitung der Beschriftung und das ist auch mein Haupteinkommen. Die Firma möchte ich einmal übernehmen. Ich arbeite 40 bis 50 Stunden in der Woche im Betrieb und am Abend sitze ich in meinem Büro daheim und entwerfe“, erzählt der innovative Jungdesigner.
Das Erfolgsgeheimnis
Das Erfolgsgeheimnis von Lucas Pfeil ist, er hat Spaß an dem was er macht. „Mir taugt das. Ich will mit 30 Jahren nicht sagen müssen, das hätte ich machen sollen. Ich will was verdienen und mir was leisten können. Außerdem will ich ein Zeichen setzen, dass meine Generation sehr wohl etwas leisten will und kann“, betont der 22-Jährige.
Die Vorbilder
Zwei große Vorbilder hat Lucas Pfeil: Jerry Lorenzo – ein amerikanischer Mode- und Sneaker-Designer. Er ist der Gründer des Streetwear-Labels Fear of God und Virgil Abloh – ein amerikanischer Modedesigner und DJ, der seit März 2018 künstlerischer Leiter der Louis Vuitton-Kollektion für Herrenbekleidung ist. Lucas Pfeil wird sicher auch seinen Weg machen.


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