Gottfried Gansinger dokumentiert Geschichte des „Fremdvölkischen Kinderheimes“
RIED. Im Jahr 1944 hat das nationalsozialistische Regime in der Ortschaft Wilhelming in Utzenaich in einem Hof ein „Fremdvölkisches Kinderheim“ für Kinder von Zwangsarbeiterinnen eingerichtet. Innerhalb weniger Monate gab es ein Massensterben.

34 von insgesamt 60 dort untergebrachten Kinder starben – wegen miserabler hygienischer Bedingungen, mangelnder Pflege und dem völligen Fehlen von Geborgenheit und Zuwendung.
Denkmal
Am 27. Oktober 2018 wurde das Denkmal für diese Kinder im Friedhof Utzenaich gesegnet und der Öffentlichkeit übergeben.
Für die Umsetzung dieses Denkmals haben sich die Gemeinde, die Pfarre und die Landjugend auf der Basis der Nachforschungen des Rieder Heimatforschers und Zeitgeschichtlers Gottfried Gansinger engagiert, der in seinem Buch „Nationalsozialismus im Bezirk Ried, Widerstand und Verfolgung 1938-1945“ erstmals die Namensliste der 34 Kinder veröffentlichte.
Dokumentation
In einer Broschüre, die am 11. April im Rieder Charlotte-Taitl-Haus präsentiert wird, hat Gansinger die Geschichte des „Kinderheimes“ bis zur Denkmal-Errichtung mit Dokumenten und Aussagen von Zeitzeugen ausführlich dokumentiert. Vorgestellt wird die Broschüre von ORF-Oberösterreich-Chefredakteur Johannes Jetschgo im Gespräch mit Gansinger.
Die Broschüre ist bei der Gemeinde Utzenaich, in den Buchhandlungen Dim und Bücherwurm in Ried und beim Autor erhältlich.
- Donnerstag, 11. April, 19 Uhr
- Ried, Lern- und Gedenkort Charlotte-Taitl-Haus, Roßmarkt 29
- Um Anmeldung wird gebeten: Gemeinde Utzenaich, 07751/8272-0, gemeinde@utzenaich.ooe.gv.at


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10.04.2019 08:48
Wichtig
Wichtig, davon zu erzählen (auch wenn - oder weil - es vor allem im Innviertel nicht gern gehört wird