„MyRiad“ zeigt großes Interesse für Möglichkeiten der Stadtgestaltung
RIED. Auf großes Interesse stieß die Eröffnung der interaktiven Ausstellung „MyRiad“ im Begegnungszentrum der Innviertler Künstlergilde (IKG).

Das von den Architekten Werner Bauböck, Andreas Matulik, Heinz Plöderl und Peter Wimmesberger gestaltete Stadtmodell bietet den Betrachtern die Möglichkeit, die Innenstadt von Ried mit Bauklötzen nach Herzenslust umzugestalten – ein Angebot, dass nach anfänglichem Zögern von etlichen Eröffnungsbesuchern wahrgenommen wurde.
Vergessene Qualitäten
Zur Theorie des Ganzen meinte Heinz Plöderl, Sektionsvorsitzender in der Architektenkammer, dass man in den letzten 20 bis 25 Jahren vergessen habe, vorhandene Qualitäten der Städte zu sehen. Stadtplaner, Bürger und Hausbesitzer müssten wieder mehr miteinander tun.
Flächenversiegelung und Donut-Effekt
Florian Bauböck kam vom Motto der Architekturtage „Raum Macht Klima“ zu dem Schluss, dass Klimaschutz bei der Stadtplanung berücksichtigt werden müsse – in Österreich werde alle zwei Monate eine Fläche in der Größe des Rieder Stadtgebietes versiegelt. Auch der „Donut-Effekt“ – ein Ausdünnen der Innenstadt, während alles rundherum am Stadtrand angesiedelt wird – verursache große Probleme.
Von Projekt- zu Raumplanung
Bürgermeister Albert Ortig meinte, dass sich die Anforderungen an Stadtplanung massiv verändert hätten. Peripher angesiedelte Projekte verursachten gewaltige Kosten und Probleme (von Aufschließungskosten bis Verkehrsstau). Daher müsse man vom Projektplanen zur Raumplanung kommen. Er appellierte auch an die Architekten, schon bei der Planung die Einbeziehung von zeitgenössischer Kunst zu berücksichtigen.


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