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RIED/INNVIERTEL. Mit der Weihnachtsaktion „Glücksstern“ unterstützt Tips jedes Jahr Menschen, die in Not geraten sind, oder Vereine und Organisationen, die sich für diese Menschen engagieren. Heuer unterstützen Tips Ried und Tips Schärding gemeinsam das Mobile Palliative Care Team Innviertel.

  1 / 2   Das Mobile Palliativteam Ried (v. l.): Petra Humer, Gabriele Raab-Obermayr, Gabriele Sternbauer-Leeb (Foto: Rotes Kreuz / Finsterer)

Oberarzt Christian Roden ist der Leiter der Palliativstation St. Vinzenz am Rieder Krankenhaus. Er sagt über das mobile Palliativteam: „Wir schätzen die Zusammenarbeit sehr. Wenn wir Patienten nach Hause in die Betreuung durch das mobile Palliativteam schicken, wissen wir, dass sie in guten Händen sind.“

Bewährte Struktur

Die Struktur mit der Palliativstation, dem mobilen Team und den drei Palliativärzten im Innviertel sei bewährt, die Kommunikation funktioniere gut.

Es gibt einen wöchentlichen Jour Fix, in dem aktuelle Fälle und Probleme besprochen werden und bei dem man auch frühzeitig auf anstehende Herausforderungen reagieren kann.

Im Bezirk Ried ist Herwig Maier aus Lambrechten der Palliativarzt, in Schärding Ursula Hammel, in Braunau Anna Perner.

Flexible Betreuung

Ein großer Vorteil der mobilen Betreuung sei, dass die Pflegerinnen flexibel auf die Bedürfnisse der Patienten reagieren können. Roden: „Manche Klienten brauchen tägliche Besuche der Pflegerinnen, manche nur alle drei Wochen.“

Die mobile Betreuung ist überdies die kostengünstigste Lösung: „Die stationäre Behandlung ist das teuerste Element. Daher muss unser Ziel sein: „Der richtige Patient im richtigen Bett“. Wenn das zuhause möglich ist, ist das der beste Ort.“

Die ärztliche Beratung der Patienten erfolgt durch die Hausärzte, für spezielle palliative Fragen sind das mobile Palliativteam oder der Palliativarzt im Bezirk Ansprechpartner.

Unterschiedlicher Umgang

Die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Gabriele Sternbauer-Leeb beschreibt die unterschiedlichen Zugänge im Umgang mit den Kranken: „Im Krankenhaus sind die Leute vorrangig Patienten, die möglichst bald gesund entlassen werden sollen, im Pflegeheim sind sie Bewohner, die betreut werden. Oberstes Ziel der Palliativpflege ist, den Klienten ihre letzte Zeit in weitgehender Selbstbestimmung daheim in der Obsorge ihrer Angehörigen zu ermöglichen.“

Selbstbestimmung

Den Aspekt der Selbstständigkeit der Patienten hebt Johann Gabriel, der Leiter des Mobile Palliative Care Teams, besonders hervor: „Diese Selbstbestimmung ist relativ weit gefasst. Wir wollen den Patienten und auch ihren Angehörigen unsere Gefühle und unser Wissen nicht überstülpen.“

Das kann zu Konflikten führen. Was für die Patienten ein Erleichterung ist, kann für das Personal herausfordernd sein, sagt der Teamleiter: „Oft wollen Angehörige alles mögliche unternehmen, um den Kranken etwas Gutes zu tun.“

Steigende Bedeutung

Johann Gabriel und Christian Roden sind sich einig, dass die Bedeutung der Palliativpflege in den nächsten Jahren zunehmen wird, nicht zuletzt wegen der Demografie: Mehr alte Menschen bedeuten auch mehr Kranke.

Roden: „Das Bewusstsein steigt über die Jahre, obwohl das Thema, dass wir alle endlich sind, oft verdrängt wird. Die Auseinandersetzung damit ist nicht leicht. Es ist notwendig, das Thema Palliativpflege immer wieder ins Bewusstsein zu rufen – wir wissen nicht, ob wir sie einmal brauchen.“

Spenden

Die Spenden an das Palliativteam, um die Tips heuer die Leser bittet, kommen den Kranken zugute. Teamleiter Johann Gabriel: „Wir kaufen davon vor allem „Pflege-Wohlfühlprodukte“, die den schwerkranken Patienten den Alltag, zum Beispiel das Schlucken, etwas erleichtern können.“

Spendenkonto

Rotes Kreuz, Landesverband OÖ

Kennwort: Glücksstern

AT36 4480 0380 6338 0000

Die Spende ist steuerlich absetzbar. Dafür bitte vollständigen Namen, Geburtsdatum und Adresse angeben.


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