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RIED. Alzheimer ist eine Realität in unserer Gesellschaft: bereits heute leben über 130.000 Menschen mit Demenz in Österreich. Die Demenzservicestelle Ried möchte durch umfassende Informationen das Schreckgespenst Demenz etwas enttabuisieren.

Das MAS-Team: Hedi Häupl, Stefanie Plötzeneder, Nicole Moser Foto: © MAS Alzheimerhilfe
Das MAS-Team: Hedi Häupl, Stefanie Plötzeneder, Nicole Moser Foto: © MAS Alzheimerhilfe

„Schweigen über Alzheimer/Demenz schadet“, sagt Nicole Moser, Leiterin der Demenzservicestelle Ried der MAS Alzheimerhilfe und erläutert: „Betroffene schämen sich oft und gehen zu spät zum Arzt. Viele Angehörige wiederum ziehen sich zurück. Letztendlich macht dieser Rückzug das Leben der Betroffenen und Angehörigen noch schwerer, als es ohnehin schon ist.“

Früherkennung „Keine Zeit zu verlieren“

Die Demenzservicestelle Ried will die Aufmerksamkeit jener Menschen, die sich Sorgen um ihre Gedächtnisleistung machen, auf die Früherkennung legen und bietet diesbezüglich eine psychologische Abklärung an. Dabei helfen Experten, altersadäquate Gedächtnisprobleme oder auch andere Ursachen (Stress, Depression, …) von einer beginnenden (Alzheimer) Demenz abzugrenzen.

Ein früher Trainingsbeginn ist optimal, denn dadurch werden Selbstständigkeit und kognitive Fähigkeiten länger erhalten. „Noch ist Alzheimer nicht heilbar. Aber durch eine möglichst frühzeitige medizinische Diagnose und psychosoziale Betreuung sowie raschen Therapiebeginn (stadiengerechtes Training) gelingt es, die Krankheit zu verzögern und Betroffene möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung belassen zu können“, erklärt Moser.

Wissen hilft weiter

„Wissen über die Krankheit und den Umgang mit Betroffenen hilft weiter und macht es leichter zu handeln“, ist Moser überzeugt und lädt ein, sich rechtzeitig Rat und Hilfe zu holen. „Mit der Erkrankung eines Menschen an Demenz gehen für Betroffene und Angehörige starke, grundlegende Veränderungen der Bedürfnisse einher. Diesen Herausforderungen müssen sich die betroffenen Familien nicht alleine stellen. Die Demenzservicestelle Ried ist Ansprechpartner in allen Fragen zu Demenz – sowohl für Betroffene als auch für Angehörige.“

Beratung durch Experten

Das MAS Team besteht aus einer Psychologin, Sozialarbeiterin und MAS Trainerinnen. Angeboten werden telefonische und persönliche Beratung für Betroffene und Angehörige, psychologische Abklärung für Betroffene sowie Früherkennung für alle, die sich Sorgen um ihr Gedächtnis machen, Angehörigentreffen, Vortragsreihen für Angehörige, sowie stundenweise Entlastung von Angehörigen mit gleichzeitigem Training der Betroffenen. Training von Personen mit Demenz hilft, die Betroffenen stadiengerecht zu fördern. Dadurch sollen die vorhandenen Fähigkeiten und die Selbständigkeit länger erhalten bleiben. Schwierigen Verhaltensweisen kann durch gezielte Förderung entgegengewirkt werden und Angehörige werden entlastet.<

KONTAKT: Bahnhofstr. 38/1, 4910 Ried, Nicole Moser, Tel.: 0664/8546692, demenzservicestelle-ried-im-innkreis@mas.or.at, www.alzheimer-hilfe.at/demenzservicestelle_ried.html


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