16 Tage ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
RIED. Mit 25. November 2017 jährt sich der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“, an dem Österreich seit 1992 teilnimmt. Am 21. November wird um 9 Uhr am Hauptplatz die Fahne gehisst.

Die Beratungsstellen Frauennetzwerk3, Frauenhaus Innviertel und das Gewaltschutzzentrum Oberösterreich beteiligen sich wie jedes Jahr mit einem klaren Zeichen an dieser Kampagne. An Schaufenstern in diversen Geschäften werden Plakate mit unterschiedlichen Statements zum Thema Gewalt, wie „Es gibt Hilfe für Gewaltopfer“, „Schau hin, sieh nicht weg“ etc. zu sehen sein. Gemeinsam mit Bürgermeister Albert Ortig wird am Dienstag, 21. November, um 9 Uhr die Fahne gegen Gewalt gehisst. Anlass dieser weltweit jährlich wichtigen Kampagne ist der Mord an drei Schwestern durch den dominikanischen Geheimdienst im Jahr 1960.
16 Tage gegen Gewalt
Warum wird die Fahne für 16 Tage gehisst? Um dem „Recht auf ein gewaltfreies Leben“ Raum zu geben! Diese Kampagne soll immer wieder aufs Neue Transparenz schaffen, mit Unangenehmem, Tragischem, aber auch mit Möglichem konfrontieren und somit die Wesentlichkeit dieses Menschenrechts deutlich machen. Am 10. Dezember endet diese Kampagne – an einem ebenso bemerkenswerten Tag, dem „Internationalen Tag für Menschenrechte“, der seit 1948 Bestand hat.
Drei Beratungseinrichtungen
Drei Einrichtungen – Frauennetzwerk3, Frauenhaus Innviertel und das Gewaltschutzzentrum Oberösterreich, die mit dem Thema Gewalt alltäglich konfrontiert sind – machen erneut aufmerksam: weil Gewalt nach wie vor tabuisiert wird und in seinem Ausmaß nicht ernst genommen wird. Gewalt passiert zu 80 Prozent in österreichischen Haushalten und ist nicht Schwerpunkt von Menschen mit Migrationshintergrund. Gewalt unterliegt keinem Milieu.
Gewalt ist keine Privatsache
„Um Gewalt einzudämmen braucht es mehr als Sozialeinrichtungen, die sich mit viel Engagement für ein gewaltfreies Leben einsetzen. Es braucht engagierte, mutige Menschen aus der Bevölkerung, die es wagen hinzusehen und zu handeln. Es braucht eine klare Haltung zum Gewaltverbot. Es braucht authentische Politiker, die sich dem Thema mit Interesse und Ernst widmen und den Bedarf erkennen, weil eben Gewalt keine Privatsache mehr ist“, betont Astrid Schinnerl vom Gewaltschutzzentrum Oberösterreich.
Kontakt
Gewaltschutzzentrum OÖ, Regionalstelle Ried, Tel.: 07752/21696
Frauennetzwerk3 Tel.: 0664/5178530
Frauenhaus Innviertel: Tel.: 07752/71733


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