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RIED. In seinem dritten Jahr in der Volleyball-Bundesliga will der UVC Weberzeile Ried eine feste Größe in der Liga werden und nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

Hinten die Chefs, vorne die Spieler (v. l.): Finanzchef Wolfgang Puttinger, Obmann Martin Hochhold, Trainer Dominik Kefer, Sektionsobmann Volleyball Roman Lutz; Markus Berger, Florian Schnetzer und Tomasz Rutecki

Die desaströsen Ergebnisse aus der vorigen Saison, als der UVC nur mit Glück dem Abstieg entging, sollen ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Deswegen hat der Verein kräftig aufgerüstet, wie der Sektionsobmann Volleyball der Union Ried, Roman Lutz, berichtet. „Wir wollen nicht nur erstklassige Heimspielevents auf die Beine stellen, sondern mittelfristig auch vorne mitspielen. Wir müssen weg von den Plätzen sechs und sieben, denn das ist nicht nachhaltig. Langfristig ist unser Ziel ein Ausbildungszen-trum OÖ. West in Ried.“

Junger Kader

Beim Kader setzt man jetzt auf junge Spieler mit Potenzial. Dazu kommt, dass viele Spieler jetzt in Ried leben – darunter vier in einer „Volleyball-WG“ und zwei, die mit ihren Lebensgefährtinnen des Sports wegen nach Ried gezogen sind. Im vorigen Jahr mussten noch etliche berufstätige Spieler aus dem Zentralraum nach der Arbeit nach Ried zum Training fahren – jetzt seien nur noch zwei Spieler im Kader, die einen 40-Stunden-Job haben.

Trainer Dominik Kefer: „Wir haben viele Spieler, die sich viel Zeit für die Trainings nehmen.“ Das ist fast schon ein Profibetrieb.

Traum von einer neuen Halle

Auf der Wunschliste des UVC steht eine neue Halle ganz oben, denn auch die adaptierte Messehalle 18 wird den Anforderungen der Bundesliga auf Dauer nicht genügen. Noch erhält der Verein Ausnahmegenehmigungen vom Verband und die Ligakonkurrenten sehen über den einen oder anderen Mangel hinweg – zum Beispiel ist die Halle etwas zu schmal, und die blockweise Ansetzung der Heimspiele kann im Extremfall als wettbewerbsverzerrend angesehen werden, auch wenn sie zu allererst dem UVC selbst Nachteile bringt.

Zudem kostet die Halle den UVC pro Jahr über 40.000 Euro an Miete und Betriebskosten. Von diesen Ausgaben ist die Union aber nicht betroffen, hebt Obmann Martin Hochhold hervor: „Der Bundesligabetrieb des UVC ist finanziell eigenständig und hat mit dem Budget der Union nichts zu tun.“

Sollte der UVC in dieser Saison „zu“ erfolgreich sein und sich für europäische Bewerbe qualifizieren (was ab Platz fünf der Fall ist), müsste man wohl in eine andere Halle ausweichen. UVC-Finanzchef Wolfgang Puttinger: „Aktuell wäre das nicht zu bewältigen. Falls es sich abzeichnet, werden wir aber nichts tun, um den Erfolg zu verhindern.“

Überregionale Bedeutung

Nach Puttingers Worten hängt der Bau einer neuen Halle, der etwa 1,8 Millionen Euro kosten würde, auch davon ab, ob der Bund dieser Halle eine überregionale Bedeutung beimisst. Mit dem Jugendschwerpunkt, der dem UVC vorschwebt, wäre diese Voraussetzung wohl gegeben. Zudem wolle der Volleyballverband fünf bis sechs Hallen in Österreich bauen. Ein Problem sei aber, dass auch Linz eine Ballsporthalle will.

Die Halle im Sportzentrum ist voll ausgelastet. Obmann Hochhold: „Wir mieten derzeit in der Stadt für unsere insgesamt 13 Volleyballteams bis zu fünf Schulhallen an.“

Eintritt bleibt frei

Der Eintritt zu den Spielen soll auf jeden Fall kostenlos bleiben, um die tolle Stimmung bei den Heimspielen zu erhalten.

Roman Lutz: „Wenn die Besucher zahlen müssten, würden sie sich von zwei Spielen am Wochenende oder drei Spielen in einer Woche – was beides bei unserem Spielplan vorkommt – wahrscheinlich nur eines aussuchen.“


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