UVC Weberzeile Ried hofft auf neue Halle und will wieder ins Halbfinale
RIED. Nach dem hervorragenden vierten Platz in der vergangenen Meisterschaft und der damit verbundenen Europacup-Qualifikation will der UVC Weberzeile dieses Ergebnis nach Möglichkeit in der kommenden Saison wiederholen.

Die finanzielle Basis dafür ist durch die Verlängerung des Sponsorvertrages mit dem Rottenbacher Wasseraufbereitungsunternehmen VTA weiter gestärkt worden. Die VTA Austria GmbH wird als Premiumpartner auftreten und neben dem Bundesligateam auch den gesamten Nachwuchs unterstützen.
Europacup
Im Europacup trifft der UVC am 7. und 27. November auf das ungarische Spitzenteam Fino Kaposvar. Für das Heimspiel am 27. November braucht der UVC eine Sondergenehmigung vom europäischen Volleyballverband CEV – eine Halle für Europacupspiele muss eigentlich 1.000 Sitzplätze haben. Da in der ersten Runde die Anforderungen nicht so hoch sind, ist UVC-Kassier/Manager Wolfgang Puttinger überzeugt, dass der Verein die Zulassung bekommt.
Wegen der Zusatzkosten von rund 15.000 Euro verlangt der UVC bei diesem Spiel erstmals 10 Euro Eintritt – in der Meisterschaft bleibt es beim freien Eintritt.
Budget
Das gesamte Budget des UVC liegt bei etwa 240.000 Euro. „Das sind rund 50.000 Euro mehr als im vorigen Jahr“, sagt Puttinger. Der größte Einzelposten sind die Kosten für die Halle (Miete und Umbau) mit rund 40.000 Euro.
Trainer Dominik Kefer will auch heuer wieder das Meisterschaftshalbfinale und damit den vierten Platz erreichen: „Ein Schritt zurück interessiert uns nicht.“ Allerdings haben viele der anderen Teams mit Legionären aufgerüstet.
Heimspiel in Mattighofen
Weil die Messehalle 18 nicht immer zur Verfügung steht, müssen die Rieder Volleyballer auch heuer ihre Heimspiele blockweise austragen – das führt dazu, dass der UVC in den viereinhalb Wochen vom 23. November bis 21. Dezember sechs Ligaspiele und das Europacupspiel austragen muss.
Bei den Terminverschiebungen spielte heuer erstmals einer der anderen Vereine nicht mit. Daher kann der UVC sein erstes Heimspiel am 9. Oktober gegen den Meister SK Posojilnica Aich/Dob nicht in Ried spielen. Puttinger: „Wir machen aus der Not eine Tugend und gehen nach Mattighofen.“
Bedarf für Volleyball-Halle
„Ibiza“ hat nicht nur die vorige Regierung beendet, sondern auch den Plänen zum Bau einer neuen Volleyballhalle in Ried einen Dämpfer versetzt. Davor, berichtet Wolfgang Puttinger, habe man nämlich „sehr gute Gespräche“ mit dem ehemaligen Sportminister Strache gehabt. Jetzt müsse man auf Beamtenebene alles vorbereiten, damit ein neuer Sportminister schnell über Förderungen entscheiden kann. Auch von Landesrat Markus Achleitner habe es „sehr positive Signale“ gegeben.
Der Bedarf ist auf jeden Fall da, sagt Puttinger, denn es gehe ja nicht nur um 14 Meisterschaftsheimspiele, sondern um alle 14 Mannschaften des UVC, die zusammen pro Woche 25 Trainingseinheiten á zwei Stunden absolvieren.
Keine Bezirkssporthalle
Auf den Bau einer Bezirkssporthalle zu warten, kommt für den UVC nicht in Frage. Puttinger: „Da gehen vorher für den Bundesligaverein die Lichter aus.“ Außerdem würde eine Bezirkssporthalle vier- bis fünfmal so viel kosten wie eine reine Volleyballhalle.
Zum Zeitplan meinte Puttinger: „Ich hatte einen intensiven Traum, dass wir im Herbst 2020 in der neuen Halle spielen, aber dann bin ich aufgewacht.“


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