Gelungener Formtest für die österreichischen WM-Hoffnungen
RIED. Die LAG Genböck-Haus Ried hat ihr Meeting heuer erstmals in den September verlegt, um den österreichischen WM-Startern die Möglichkeit zu einer letzten Formüberprüfung zu geben. Der Plan ging auf: Alle vier – die fix qualifizierten Lukas Weißhaidinger, Verena Preiner und Ivona Dadic sowie die auf der Warteliste stehende Beate Schrott – kamen nach Ried und „bedankten“ sich mit starken Leistungen.

Besonders Lukas Weißhaidinger erfüllte alle Erwartungen: Obwohl das Rieder Meeting nach dem Finale der Diamond League in Brüssel (wo er Zweiter wurde) und dem Erdteilvergleich Amerika gegen Europa in Minsk (den er gewann) sein dritter Start in einer Woche war, warf er den Diskus auf die neue Stadionrekordweite von 65,74 Metern.
Schnell über die Hürden
Der 100-Meter-Hürdenlauf wurde zu einem Höhepunkt des Meetings. Schon im Vorlauf stellte Barbara Schrott mit neuer Saisonbestleistung von 13,03 Sekunden einen neuen Stadionrekord auf. Ivona Dadic verbesserte ihre eigene Leistung vom Siebenkampf in Ratingen um fast vier Zehntelsekunden und verzichtete dann aufs Finale. Verena Preiner blieb mit 13,61 nur knapp hinter ihrer heurigen Bestleistung.
Krimis im Frauen-Weitsprung und Männer-Sprint
Die beiden Siebenkämpferinnen starteten auch im Weitsprung, der zum Zentimeterkrimi wurde. Es siegte die Australierin Brooke Stratton mit 6,46 Metern – nur drei Zentimeter unter dem Stadionrekord. Ivona Dadic wurde mit 6,41 Metern Dritte hinter der Ungarin Petra Farkas (6,43 m). Preiner kam auf 6,24 Meter.
Knapp war es auch über 100 Meter der Herren: Dort liefen Jan Veleba aus Tschechien und Yazaldes Nascimento aus Portugal mit exakt gleicher Zeit durchs Ziel und teilten sich die Siegprämie.
Meeting-Premiere
Beim Herren-Weitsprung durfte der junge Rieder U18-Athlet Klaus Grünbart erstmals bei einem Top-Meeting internationale Luft schnuppern. Er bewies gute Form und Nerven und verbesserte seine eigene Bestleistung um elf Zentimeter auf 6,60 Meter. Im 100-m-Lauf stellte er seine bisherige Bestleistung ein, was aber doch nicht für den Einzug ins Finale reichte.
Publikumsbewerbe
Die zwei Publikumsbewerbe erwiesen sich auch als Publikumsmagneten. Bei einer 4x100-Meter-Staffel der Schulen gegen den 400-Meter-Läufer und Athleteneinkäufer des Meetings, Michael Duft, liefen die Schülerstaffeln der NMS Taiskirchen, der Franziskus-Schule Ried und der NSMS1 Ried schneller als der einzelne Läufer und bekamen von der Firma Fischerleitner jeweils 100 Euro für die Klassenkasse.
3 gegen Lukas
Die „3-gegen-Lukas“-Aktion löste einen regelrechten Diskus-Boom im Innviertel aus. Sechs Teams traten zum Bewerb an, drei davon schafften in der Addition eine größere Weite als Luky. Platz eins und zwei gingen an den Luky-Fanclub Taufkirchen und Umgebung, Platz drei ging an die Firma Süssmed. Als Preis gab es pro Team ein Fass Rieder Bier.


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