ÖVP widerspricht SPÖ-Vorwürfen zur Umsetzung der Spitalsreform
Ried. Die Kritik von SPÖ-Klubchef Christian Makor an den Folgen der Spitalsreform kommt bei der ÖVP gar nicht gut an – Landeshauptmann Josef Pühringer meinte sogar, dass „Patientenverunsicherungen schwerer Missbrauch und eine Verantwortungslosigkeit gegenüber den Bürgern“ seien.

Landessanitätsdirektor Georg Palmisano gab eine ausführliche Stellungnahme zu den von Makor angesprochenen Themen ab.GangbettenDer Bettenstand sei so ausgelegt, dass Patienten prinzipiell in regulären (systemisierten) Betten untergebracht werden können, schreibt er. Lediglich am Aufnahme- oder Entlassungstag oder bei Transporten innerhalb des Krankenhauses könne es zu Überschneidungen kommen, so dass das Bett für kurze Zeit am Gang zum Stehen kommt. Das Krankenhaus Ried habe 2009 nur 446 der im damaligen Krankenanstaltenplan vorgesehenen 475 Betten ausgeschöpft. Daher wurde der Bettenstand im Rahmen der Spitalsreform um 21 Betten reduziert. ArbeitsbedingungenAuf die Kritik an den Arbeitsbedingungen des Personals verweist Palmisano auf das von allen Landtagsparteien am 9. Juli beschlossene Ärzte- und Pflegepaket (das u. a. Gehaltserhöhungen und die sechste Urlaubswoche umfasst) sowie auf eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Land, GKK, Ärztekammer, Krankenhausträgern, die auf Initiative von Landeshauptmann Josef Pühringer Modelle zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in Oberösterreich ausarbeitet und weiterentwickelt. Zudem finanziere das Land im KH Ried eine Krabbelstube. WartezeitenIm Rahmen der Umsetzung der Gesundheitsreform wurde die Region Innviertel im Hinblick auf die Versorgungslage analysiert. Verlängerte Wartezeiten im Bezirk Ried seien vor allem auf die Fachbereiche Augenheilkunde und Neurologie konzentriert. In der Versorgungsregion Innviertel wurde für 2015 für Schärding eine Facharztstelle für Neurologie geschaffen, im Bezirk Braunau wurde die Schaffung einer (zusätzlichen) Vertragsarztstelle für Augenheilkunde ab 1. April 2015 vereinbart und umgesetzt. GeräteZu Makors Forderung nach einem PET-CT-Gerät (Positronen-Emmisions-Tomographie/Computertomographie) sagt Palmisano, dass dieses Verfahren „im Regelfall geplant (also mit entsprechender Vorlaufzeit) eingesetzt“ wird und dass dieses Gerät (in Oberösterreich gibt es vier) auch für einen onkologischen Schwerpunkt nicht vor Ort stehen muss. Die institutionalisierte Zusammenarbeit mit einem externen Leistungsanbieter sei ausreichend. HausapothekenDie Regelungen für die Apotheken fallen in die Zuständigkeit des Bundes; Landeshauptmann Pühringer setzte sich aber auf Bundesebene für den Erhalt der Hausapotheken ein. Hier finden Sie die Stellungnahme in voller Länge.








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