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JVP stellt Wohnen, digitale Sicherheit und Gleichberechtigung in den Fokus

Walter Horn, 28.07.2026 18:03

RIED. Die Junge ÖVP will sich in der nächsten Zeit vor allem drei Themen widmen: dem Wohnen für junge Menschen, der digitalen Sicherheit und der Gleichberechtigung, sowohl von Geschlechtern als auch Generationen. Zusammen mit Sozial-, Integrations- und Jugend-Landesrat Christian Dörfel stellten JVP-Landesobmann Raphael Kopf, Bezirksobmann Paul Mairleitner und Landesgeschäftsführer Fabian Egger ihre Pläne und Forderungen vor.

Die JVP präsentierte Arbeitsschwerpunkte (v. l.): Landesgeschäftsführer Fabian Egger, Bezirksobmann Paul Mairleitner, LR Christian Dörfel, Landesobmann Raphael Kopf (Foto: Horn)

Leistbarer Wohnraum ist ein zentrales Thema für viele junge Menschen. Damit diese schneller in den eigenen vier Wände leben können, müssen aus Sicht der JVP bestehende Fördermaßnahmen besser auf die Lebensrealität junger Menschen abgestimmt werden. So sollen Miet-Kauf-Angebote ausgeweitet und die Schaffung eines „Jugendfonds Wohnen“ überlegt werden. 

Social Media

„Der Ton auf Social Media wird rauer, etwa ein Drittel der Jugendlichen hat schon Mobbing oder Beleidigungen mitbekommen. Gleichzeitig nutzen schon 94 Prozent der Jugendlichen Chatbots wie ChatGPT“, sagt Fabian Egger. Daher brauche es klare Regeln, um den digitalen Raum sicherer zu machen - eine davon könnte eine Klarnamenpflicht auf sozialen Plattformen sein. Landesrat Dörfel nannte auch ein Social-Media-Verbot, das von jungen Teilnehmern am Jugenddialog vor der österreichischen Jugendkonferenz befürwortet worden sei. 

Umgang mit KI

Wesentlich sei auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Hier müsse es strengere Richtlinien zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten geben. Dörfel: „Um den technischen Fortschritt zu nutzen, muss man wissen, welche Gefahren und Nutzen er mit sich bringt und wie er funktioniert. Die Jugendlichen wachsen zwar damit auf, aber sie brauchen ein Gespür dafür.“ Deswegen biete sein Ressort zum Thema Digitalisierung und KI Workshops in Schulen und Jugendzentren an, um die Lehrer zu entlasten. 

Gleichberechtigung

Für die JVP betrifft Gleichberechtigung sowohl die Gleichstellung von Mann und Frau als auch die Generationengerechtigkeit. Probleme seien der Gender Pay Gap und die Care-Arbeit (Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen), die zum größten Teil von Frauen geleistet werde - oft auf Kosten von Pensionszeiten. Für die JVP ist ein automatisches Pensionssplitting ein wichtiger Schritt, um Care-Arbeit abzusichern und Pensionsnachteile auszugleichen. Die JVP unterstützt auch den Vorschlag, dass alle einen Beitrag zur Finanzierung der Pensionen leisten sollen und dass sich der Antrittszeitpunkt der Pension an den Versicherungsjahren orientieren solle.

Für Landesrat Dörfel fällt auch die oberösterreichische „Hausordnung“ in diesen Bereich. Sie sei eine „Orientierung für Zugewanderte und eine Erinnerung für Einheimische“ und habe auch die Gleichberechtigung zum Thema - darunter auch den Respekt vor weiblicher Autorität von Lehrerinnen, Ärztinnen oder Polizistinnen. Sie fließt ab Herbst in den Schulunterricht ein, außerdem seien die Förderrichtlinien des Landes überarbeitet worden. 

JVP im Bezirk Ried

Nicht zuletzt weil die JVP im Bezirk unter dem Motto „Party und Politik“ ein Bestandteil des Festkalenders sei, habe sie das Thema „sicheres Ausgehen“ in den Fokus genommen. Bezirksobmann Paul Mairleitner: „K.-o.-Tropfen und Drogen sind ein Thema im Bezirk, außerdem gibt es mehr Gewalt- und Raubdelikte.“ Daher solle Fortgehen auch ein Thema in den Schulen werden. Schon die Schüler sollten lernen, wie sie ihre Sicherheit weitgehend selbst gewährleisten können. Zudem müsse es bei größeren Veranstaltungen, ähnlich wie die verpflichtende Anwesenheit von Sanitätern, Awarenessteams geben. 

Junge ÖVP

Die JVP hat in Oberösterreich mehr als 10.000 Mitglieder und stellt rund 1.000 Jung-Gemeinderäte. Anliegen, Ideen und Verbesserungsvorschläge kann man über das „Mitmachtool“ auf dohotswos.at einbringen. 


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