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RIED. Im Mai waren im Bezirk Ried 1049 Personen arbeitslos gemeldet (547 Männer und 502 Frauen, dazu kommen 426 Personen in Schulungen). Die Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent liegt um 0,6 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr – das ist der höchste Rückgang in Oberösterreich.

In absoluten Zahlen: Es waren 137 Personen weniger arbeitslos gemeldet als im Mai 2015.

Der Arbeitsmarkt im Bezirk entwickelt sich auch im Vergleich mit anderen Bezirken gut. Landesweit sank die Zahl der Arbeitslosen nur in drei Bezirken, in absoluten Zahlen verzeichnet Ried sogar den höchsten Rückgang in Oberösterreich.

Gunter Schmidhuber, der stellvertretende Geschäftsstellenleiter des AMS Ried, erläutert: „Die geringe Quote hängt auch mit der Vormerkdauer zusammen. Ried hat mit einer durchschnittlichen Vormerkdauer von 116 Tagen den zweitniedrigsten Wert in Oberösterreich.“

Den 1049 vorgemerkten Arbeitslosen standen im Mai 945 gemeldete offene Stellen gegenüber. Das sieht auf den ersten Blick gut aus, hat aber einen Nachteil. Schmidhuber: „Damit wird es immer schwieriger, den Betrieben Personal in der von ihnen gewünschten Qualifikation vermitteln zu können.“

Auch der Lehrstellenmarkt entwickele sich „sehr positiv“: 67 Lehrstellensuchenden können 188 freie Lehrstellen angeboten werden. Das heißt aber nicht, dass die 67 Suchenden sofort unterkommen könnten. Schmidhuber: „Auch hier gilt: Manche Betriebe tun sich damit schon sehr schwer, Lehrlinge zu finden.“


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