SPÖ will Mietern helfen und das Freibad attraktiver machen
RIED. Weil das Wohnen in Ried immer teurer werde, will die SPÖ zur Unterstützung von weniger gut bemittelten Wohnungssuchenden einen „Kautionsfonds“ einführen.

Dabei soll die Stadt als freiwillige Leistung einen Teil der Kaution in Höhe einer Bruttomonatsmiete, maximal aber 750 Euro, übernehmen. Die Begünstigten müssen den Rest aufbringen. Das Geld fließt an die Stadt zurück, wenn das Mietverhältnis aufgelöst wird.
Die Antragsteller, erläutert Stadtrat Michael Kirchmayr, Obmann des Wohnungsausschusses, müssen einige Kriterien erfüllen: Sie müssen österreichische Staatsbürger (oder gleich gestellt) und volljährig sein, ihren Hauptwohnsitz in Ried haben, und ihr Nettoeinkommen inklusive Sozialleistungen darf eine bestimmte Grenze nicht übersteigen – bei Einzelpersonen netto 21.797 Euro (Berechnungsgrundlage ist das Medianeinkommen in Ried).
Der Antrag muss vor der Unterzeichnung des Mietvertrags eingereicht und genehmigt werden. Nach Ende des Mietvertrags muss das Geld binnen vier Wochen an die Stadt zurück gezahlt werden.
Gemeinderat-Ersatz Peter Stummer: „Der Kautionsfonds kostet wenig und hilft genau den Leuten, die es wirklich brauchen. Ziel sind vor allem Startwohnungen, das Modell gilt aber für alle Wohnungen. In Graz gibt es so einen Fonds, dort kommt man mit rund 60.000 Euro pro Jahr aus. Wir rechnen für Ried mit rund 150 Fällen pro Jahr. Das finanzielle Risiko für die Stadt ist sehr gering. „
Vizebürgermeister Michael Steffan: „Der Kautionsfonds wird eine Budgetforderung der SPÖ werden.“ Wenn der Vorschlag ohne Probleme durch die Instanzen kommt, könne er ab 1. Jänner 2017 in Kraft treten.
Freibad
Beim Rieder Freibad sieht die SPÖ viel Potenzial zur Verbesserung. Weil das Bad (wie auch die Eishalle) nach der Auflösung der Verträge mit den Pächtern rekommunalisiert werden soll, sei der Zeitpunkt für die Vorschläge günstig, meint Vizebürgermeister Michael Steffan.
Die SPÖ kritisiert vor allem die Eintrittspreise – das Rieder Bad ist teilweise deutlich teurer als vergleichbare Anlagen und die „direkte Konkurrenz“ in Aurolzmünster oder auch Bad Füssing. Zudem gibt es keine Ermäßigungen für Jugendliche, Senioren oder andere Gruppen.
Gemeinderat-Ersatz Sebastian Forstner, der auch Obmann des Schwimmvereins Ried ist, fordert auch Langbadetage: „Viele Leute arbeiten immer länger. Wenn das Bad schon um 19.30 Uhr geschlossen wird und nicht alle Einrichtungen bis zum Badeschluss genutzt werden können, ist das zu früh.“
Weitere Forderungen sind Schwimmkurse, zusätzliche Beschattungsmöglichkeiten und, zumindest zeitweise, die Absperrung einzelner Bahnen für Rücken- oder Kraulschwimmer und Vereine.
Studenten
Damit mehr Studenten Ried als Hauptwohnsitz behalten, will die Rieder SPÖ die Studentenförderung von bisher 150 auf 300 Euro erhöhen.
Das bestehende Angebot von 150 Euro haben bis jetzt 139 Studierende in Anspruch genommen.


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