Bauern brauchen gerechten Anteil von ihren erzeugten Lebensmitteln
RIED. Auf Einladung von Bezirksobmann Josef Diermayer und Bezirksbäuerin Gabriela Stieglmayr kam der neu gewählte Bauernbund-Direktor Norbert Totschnig zu einem Informations- und Diskussionsabend in die Bauernmarkthalle Ried.

Der Bogen seines Impulsreferates sowie der Diskussionsrunden spannte sich von den aktuellen agrarischen Themen innerhalb der Europäischen Union, den einzelnen Ministerien der neuen Bundesregierung und dem büro- kratischen Aufwand auf den Höfen der Bauern. Norbert Totschnig kennt die Sorge und das Ringen der Bauern um einen fairen, gerechten Bauernpreis und den Forderungen von großen Handelsketten mit Diskontpreisvorstellungen, zusätzlichen Sonderwünschen und Auflagen in der Produktion. Erstmals sieht auch die Wettbewerbsbehörde den notwendigen Handlungsbedarf, die Bauern gegenüber einer preisbestimmenden Macht des Handels zu unterstützen und zu schützen.
Qualitätsstrategie mit starken Marken
Der steigende Export von österreichischen Lebensmitteln beweist, dass die Qualitätsstrategie mit starken Marken und Gütesiegeln richtig war. „Mit einer klaren Herkunftskennzeichnung auch auf den Speisekarten sollte der Konsument selbst entscheiden können, ob er ein Schnitzel aus Polen, Dänemark oder Österreich zu sich nehmen möchte“, betonte Totschnig.
Gemeinsame Agrarpolitik
Während des EU-Ratsvorsitzes durch Österreich ab 1. Juli 2018 rechnet Totschnig mit wichtigen Vorentscheidungen für die gemeinsame Agrarpolitik ab 2020. Das Bundeskanzleramt und die Ministerien bereiten sich bereits intensiv auf diesen EU-Ratsvorsitz vor.


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