Politischer Aschermittwoch der FPÖ: Neuer Hauptgegner ist der ORF
RIED. Zum 27. Mal veranstaltete die FPÖ heuer ihren „Politischen Aschermittwoch“ in der wie immer mit etwa 2000 Zuhörern restlos gefüllten Jahnturnhalle, zum elften Mal mit Parteichef Heinz-Christian Strache, der seine traditionelle Rede erstmals nicht als Oppositionspolitiker, sondern als Regierungsmitglied hielt.

„Regierung bedeutet Verantwortung“ meinte er zu Beginn seiner Rede, die insgesamt im Vergleich zu früheren Jahren zurückhaltend war.
Ein wesentlicher Grund war wohl, dass die heftige Kritik an der jeweiligen Regierung, die bisher immer im Zentrum stand, heuer wegfiel und der ORF und kritischer Journalismus als neu entdecktes Feindbild „wuchtelmäßig“ nicht so ergiebig sind.
Feindbild ORF
Sein Anti-ORF- bzw. Anti-Armin-Wolf-Posting auf Facebook verharmloste Strache als „Faschingsdienstagsbeitrag“ – schließlich hab er es ja als Satire gekennzeichnet. Die Abschaffung der „Zwangsgebühren“ bezeichnete er als „eines meiner großen Ziele“. Von der Regierungskritik blieben noch einige Attacken gegen die SPÖ und besonders ex-Bundeskanzler Kern übrig.
Lob gab es für die „hervorragende Regierungsmannschaft“ der FPÖ, die in sechs Wochen Regierungsbeteiligung schon viele Forderungen aus zwölf Jahren Opposition beschlossen habe.
Strache bekräftigte: „Antisemitismus, Faschismus, Nationalsozialismus und Rassismus haben in unserer Partei nichts zu suchen!“
Während der „Hausherr“, der Rieder Landesrat Elmar Podgorschek, meinte, dass die FPÖ sich nicht von Zensoren ihre Politik vorschreiben lasse, bezeichnete Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner Antisemitismus als „das, was heute von Islamisten in unser Land gebracht wird“ und als „Dummheit und Schande“.


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28.06.2018 09:08
Reißt die Jahnturnhalle ab!
Man sollte dieses Haus, an das sich FPÖler und andere Rechte händestreckend und -ringend klammern, einfach abreißen. Und kommt mir nicht mit dem süßen Maturaball oder dem lieben Lions–Mozart. Und einem "rechten" Gruß an die Germania ...