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BEZIRK RIED. Tips und der Oberösterreichische Lebensmittelhandel widmen sich in diesen Wochen dem Thema „Mein Kaufmann vor Ort“. Dabei stehen die selbstständigen Lebensmittelhändler und die Nahversorger im Fokus.

Der tägliche Griff ins Regal ist nicht in allen Gemeinden möglich. (Foto: Volker Weihbold)
Der tägliche Griff ins Regal ist nicht in allen Gemeinden möglich. (Foto: Volker Weihbold)

Zahlreiche Gemeinden haben damit zu kämpfen, dass es im Ort keinen Nahversorger mehr gibt – und ist das Geschäft einmal weg, ist eine Neuansiedelung schwer.

Ideen gesucht

In dieser Situation ist Kreativität gefragt, sowohl von ortsansässigen Unternehmern als auch von der Gemeinde.

Diese Kreativität bewies Weilbach 2010 mit der Gründung der „Dorfstube“, einer Gemischt-warenhandlung mit Gastronomie. Hier hat die Gemeinde die Initiative übernommen und unter anderem einen Pächter gesucht sowie im Ort eine Bausteinaktion zur (Teil-)Finanzierung durchgeführt.

In anderen Gemeinden sind es zum Beispiel Bäcker (wie in Kirchdorf am Inn) oder Metzger (wie in St. Marienkirchen am Hausruck), die ihren angestammten Betrieb zu einem Kaufgeschäft ausgebaut haben.

In Kirchheim löste man das Problem der fehlenden Nahversorgung mit einem „Land lebt auf!“-Standort. Diese Geschäfte (vier in Oberösterreich, neun in Österreich) sind praktisch ein wesentlich erweiterter Tankstellenshop mit Bistro, der den täglichen Bedarf deckt und darüber hinaus in Gemeinden ohne Postamt auch Postpartner ist. Durch die Verbindung mit der Tankstelle ist das Geschäft an 365 Tagen im Jahr geöffnet.


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