HTL Ried testete Drohnen für den Einsatz in der Landtechnik
RIED/RAAB. Der Drohneneinsatz in der Landtechnik gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ein Großteil der Drohneneinsätze wird heute meist in Form von Dienstleistungen angeboten. Denn die Befugnis zum Fliegen ist aktuell gleichermaßen problematisch wie eine adäquate Drohnenausrüstung selbst. Die HTL Ried hat zwei Agrartechnik-Drohnen getestet.

Neben Analysetätigkeiten wie Pflanzenvitalität, Sturm- und Hagelschäden, Abflussmodellierungen etc. ist vor allem die Nützling Ausbringung ein sehr zukunftsträchtiges Thema. Multispektralkameras, Soft- und Hardware sind besonders kostspielig und machen für die Einzelanwendung noch wenig Sinn. „Drohnen haben aber gegenüber klassischen Zugmaschinen den großen Vorteil, dass sie auch im fortgeschrittenem Vegetationsstadium, aber auch bei ungünstigen Bodenverhältnissen oder unzugänglichen Gebieten gut zum Einsatz kommen können“, weiß Professor Albin Hartl von der HTL Ried. Professoren und Schüler der 3. Klasse Agrar- und Umwelttechnik der HTL Ried gingen dieser neuen Technologie bei einem Praxistest nach.
Praxistest am Feld
Unterrichtsbeginn war um 6 Uhr morgens in Raab. Der frühzeitige Unterrichtsbeginn war notwendig, um beim Einsatz einer Wärmebildkamera auf einem Oktokopter HT-8 beste Kontraste zu erzielen. Je höher der Temperaturunterschied zwischen der Umgebung und den im hohen Gras liegenden Wildtiere ist, desto leichter können diese mit dieser neuen Technologie aufgefunden werden. Ohne Rettung würden insbesondere Rehkitze beim Mähen, aufgrund des Drückinstinktes flach am Boden verweilen. Werden Tiere gemäht, verenden sie oft qualvoll, die Kadaver im Futter gefährden in weiterer Folge dann die Nutztiere durch Vergiftung.
Ausbringung von Nützlingen
Der zweite Drohneneinsatz beschäftigte sich mit der Ausbringung von Nützlingen. Völlig autonom warf der Hexakopter eine verrottbare Zellulosekugel mit den Nützlingslarven im inneren der Kugel alle 100 Meter ab. Für das Ausbringen benötigt die Drohne zirka drei Minuten je Hektar. Diese schnelle und sichere Methode gehört zu den häufigsten landwirtschaftlichen Drohnenanwendungen in Österreich.
Die HTL Ried wurde beim Praxistest von Lucas Hartl von der RWA Raiffeisen Ware Austria AG unterstützt. An diesem Praxistest nahm übrigens auch die Jägerschaft der Gemeinde Raab teil.


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