Corona verdoppelt Arbeitslosenzahl im Bezirk – mehr als 500 Betriebe in Kurzarbeit
RIED. Die Nebenwirkungen des Coronavirus haben auch den Rieder Arbeitsmarkt brutal getroffen. Ende März waren im Bezirk 2.076 Personen (855 Frauen, 1.221 Männer) arbeitslos gemeldet. Das sind fast doppelt so viele wie zum gleichen Zeitpunkt in den letzten beiden Jahren.

Gleichzeitig haben bis zum Stichtag 1. April mehr als 500 Betriebe im Bezirk Kurzarbeit beantragt oder sie planen es.
AMS-Bezirksstellenleiter Klaus Jagereder: „Würde es das neue Modell der Kurzarbeit nicht geben, wäre die Steigerung bei den Arbeitslosen ein Vielfaches.“
Ohne persönlichen Kontakt
Auch beim AMS selbst ist jetzt vieles anders. Für die Meldung der Arbeitslosigkeit war in der Regel eine persönliche Vorsprache im AMS erforderlich – jetzt wird versucht, möglichst ganz ohne persönlichen Kontakt auszukommen und ausschließlich über Telefon, Mail oder e-AMS-Konto zu kommunizieren.
Neue Regelungen
Jagereder: „Jeden Tag kommen neue Regelungen, Anpassungen und oft sind diese einen Tag später schon wieder vollkommen verändert – keine leichte Aufgabe, damit umzugehen und mit dem Anspruch der Kompetenz Beratungen durchzuführen.“
Obwohl die AMS-Mitarbeiter derzeit voll gefordert sind, versichert Jagereder, dass es bei der Anweisung des Arbeitslosengeldes zu keinen Verzögerungen kommen wird. Jagereder: „Alle Kolleginnen und Kollegen im AMS arbeiten an der Erstellung der Mitteilungen für die Kurzarbeit, damit Zwischenfinanzierungen über die Banken möglich sind.“
Aktuelle Daten
Als arbeitslos vorgemerkte Personen werden laufend über aktuelle Stellenangebote (insbesondere im Bereich Pflege, Verkauf und Lebensmittelproduktion) informiert. Die Daten der jobsuchenden Menschen werden laufend aktualisiert, damit valide Daten für die Vermittlung zur Verfügung stehen, wenn die Wirtschaft wieder „hochgefahren“ werden kann.


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